Unser Projekt in Zossen „Nähen in der Pandemie“

Aktualisiert: 7. Dez 2020

Bei der Projektübergabe waren wir alle so begeistert und voller Freude: endlich kann es mit jedem Projekt losgehen. Wie alles in diesem Jahr, hatten wir zeitweilig den Faktor „Corona“ ausgeblendet. Zwischenzeitlich sehe ich Corona schon als, sagen wir mal, Kumpel, mal mag ich ihn und mal mag ich ihn eben nicht. Dieser Kumpel mahnt uns fortwährend viel achtsamer miteinander umzugehen und versucht uns dadurch in der Gemeinschaft zu behindern Wir haben das selber in der Hand, das etwas auszuhebeln, indem wir einfach sehr diszipliniert auch zusammenstehen.





Am 19.11. trafen Viola und ich uns, um einen kleinen, sehr schönen Verkaufsraum in einem Einfamilienhaus in Rehagen zu besuchen. Eine kleine Zauberwelt der schönsten Nähutensilien eröffnete sich uns. Wir konnten einfach der Versuchung nicht widerstehen und kauften auch Stoffe mit Weihnachtsmotiven, weil sie zu schön waren um sie zu übergehen. Kurzer Hand entschied ich, diese Stoffe nicht einfach ein ganzes Jahr lang in einer Schublade verschwinden zu lassen und berief unsere nähwilligen Mädels zusammen. Wir trafen uns am 26.11. zu acht, alle mit Mund/Nasenschutz bewaffnet, bereit die dargereichte Hände-Desinfektion zu nutzen und uns auf Abstand zu vergnügen, das erarbeitete Hygienekonzept zu akzeptieren und uns in einer Liste einzutragen, die bei Bedarf dem Gesundheitsamt vorgelegt werden könnte.


Mein Ziel war es, die Mädels sich ihren Stoff zurecht schneiden zu lassen, damit jedes etwas zu Hause damit tun könnte. Haben meine Mädels auch gemacht. Aber ich hatte die Rechnung ohne Viola gemacht. Sie hat schwuppdiwupp meine drei mitgebrachten Maschinen ausgepackt, in Stellung gebracht und schon fing jede an zu rattern. Zwei der Mädels hatten noch nie eine Naht gemacht und schauten ganz ängstlich, als Viola sie zum Nähen bat. Was soll ich sagen?! Die drei Stunden hätten auch sechs Stunden sein können. Es hat viel Spaß gemacht. Zwei blutige Anfängerinnen haben sich selber eine Mund-Nasenmaske genäht. Der Kaffee schmeckte und wir alle hatten eine willkommene Vorahnung, was geht, wenn unser Kumpel „Corona“ endlich mit seinem Antiserum mit uns anstößt.


Habt alle eine schöne Vorweihnachtszeit und eine gesunde Weihnacht in euren Familien.

Ute Reglin




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