TF: Corona KW 7/2022

„Leichte Entspannung auf hohem Niveau“ sieht Teltow-Flämings Gesundheitsdezernentin Kirsten Gurske beim Corona-Infektionsgeschehen im Landkreis. Aktuell gelten 4583 Menschen als infiziert, Schwerpunkte sind weiterhin die bevölkerungsreichen Kommunen im Norden der Region. Seit Beginn der Pandemie wurden 33.118 Personen positiv auf das SARS-CoV-2-Virus getestet. Die 7-Tage-Inzidenz liegt bei 1466,0.


Kitas, Schulen und Gemeinschaftseinrichtungen


Nach wie vor sind Kitas und Schulen stark am Infektionsgeschehen beteiligt. „Der Anteil der Kinder und Jugendlichen ist tendenziell jedoch etwas gesunken und 6 Prozent geringer als in der Vorwoche“, so Kirsten Gurske. Nach wie vor liege jedoch die Falldichte bei Kindern und Jugendlichen höher als bei älteren Personen. Derzeit gibt es Fallhäufungen und Einzelfälle in einer Vielzahl der Kitas und Schulen, gleiches gilt für den überwiegenden Teil der Pflege- und Senioreneinrichtungen. Zudem sind zwei Einrichtungen des Asylwesens betroffen. Erfreulicherweise sind in der Gemeinde Am Mellensee ab Montag nur in Rehagen Einschränkungen in der Kitabetreuung zu erwarten


Impfungen


Weiterhin rückläufig ist die Inanspruchnahme der Corona-Schutzimpfungen. In der vergangenen Woche wurden in den Impfstellen des Landkreises 413 Dosen verabreicht, davon 24 Erst-,114 Zweit- und 240 Drittimpfungen. Die Möglichkeit einer vierten Impfung wurde in 35mal genutzt.


Wegen der geringen Resonanz wird z. B. der Bürgerbus des Landkreises mit einem mobilen Impfteam die Stadt Dahme künftig nur noch alle 3 Wochen anfahren. Bislang war man dort wöchentlich präsent. Auch die Impfstelle im Krankenhaus Ludwigsfelde wird perspektivisch nur noch samstags betrieben werden.


Impfberatung


Sechs Personen haben sich am vorigen Samstag im Impfzentrum Luckenwalde beraten lassen. Meist geht es in den Gesprächen um Auffrischungsimpfungen und Abstände für die Immunisierungen.


Seit dem 5. Februar 2022 wird jeden Samstag jeweils von 11 Uhr bis 17 Uhr am Impfzentrum Luckenwalde eine individuelle, unverbindliche und natürlich kostenlose Impfberatung angeboten. Zielgruppe für diese Beratungen sind insbesondere Menschen, die noch unsicher sind, ob sie sich gegen Covid-19 impfen lassen wollen. Fragen zur Wirksamkeit der Impfstoffe, zu aktuellen Studien und STIKO-Empfehlungen sowie möglichen Nebenwirkungen werden von erfahrenen Impf-Ärzt*innen beantwortet. Die Impfberatung geht somit über das allgemeine Aufklärungsgespräch vor einer Impfung hinaus. Die nächste Möglichkeit besteht am 19. Februar.


Impfstoff Novavax


„Da bewegt sich jetzt glücklicherweise etwas“, kann Krisenstabsleiter Ive Marschall zum Impfstoff Novavax berichten. Für das erste Quartal seien dem Land Brandenburg 120.000 Dosen angekündigt, mit der ersten Lieferung sollen 42.000 Dosen eintreffen. Die Gesundheitsministerkonferenz der Länder hatte am 22. Januar 2022 beschlossen, dass zuerst Beschäftigte, die von der einrichtungsbezogenen Impfpflicht in medizinischen und pflegerischen Einrichtungen betroffen sind, die Möglichkeit einer Impfung mit Novavax bekommen sollen.


Landrätin Kornelia Wehlan: „Ich hoffe, dass das Angebot mit dem neuen Impfstoff angenommen wird und bitte noch nicht immunisierte Personen, die der Impfpflicht unterliegen, davon Gebrauch zu machen.“


Im Landkreis Teltow-Fläming wird Novavax im Impfzentrum Luckenwalde verabreicht, von dort aus werden auch die medizinischen und pflegerischen Einrichtungen versorgt. Berechtigte Personen können sich, sobald der Impfstoff eingetroffen ist, gegen Vorlage der Arbeitgeberbescheinigung mit Novavax immunisieren lassen.

Das MSGIV hat einen Vordruck zur Bestätigung der Impfpflicht auf dem Impfportal zum Download veröffentlicht: Arbeitgeberbestätigung - Formular des MSGIV zum Download


Für alle anderen Personen werden nach Auskunft des MSGIV erst im Laufe des März – wenn weitere Lieferungen erfolgt sind und ausreichend Impfstoffdosen zur Verfügung stehen – Impfungen mit Novavax möglich sein.


Der Landkreis Teltow-Fläming hat weder Einfluss auf den Zeitpunkt noch auf die Mengen des gelieferten Impfstoffs. Die Bedarfe der Einrichtungen wurden erfasst und dementsprechend bestellt.

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