TF: Corona

Die pandemische Lage im Landkreis Teltow-Fläming bleibt angespannt. Allein in der vergangenen Woche wurden dem Gesundheitsamt rund 1100 COVID-19-Neuinfektionen gemeldet. Damit liegt 7-Tage-Inzidenz bei rund 660, also höher als beim RKI ausgewiesen. Grund dafür sind Verzögerungen in der Bearbeitung, die aufgrund der Vielzahl der Fälle nicht mehr zu vermeiden sind. Landrätin Kornelia Wehlan: „Das Gesundheitsamt kommt einfach nicht mehr hinterher. Deshalb kann ich die ‚Wutrede‘ von RKI-Chef Lothar Wieler nur unterstützen, ebenso wie seinen dringenden Appell an die Politik, endlich wirksam zu handeln. Und ich appelliere nach wie und sehr dringend an alle Bürgerinnen und Bürger, sich an Hygiene- und Abstandsregelungen zu halten.“

Nicht mehr ermittelbar ist ebenfalls die regionale Hospitalisierungsrate und -inzidenz, weil Meldungen – insbesondere zu Patienten, die außerhalb des Landkreises versorgt werden – nicht mehr zeitnah im Gesundheitsamt eingehen.


Statistik


Aktuell gelten im Landkreis Teltow-Fläming 1319 Personen als infiziert (Stand: 19. November 2021). Rund ein Drittel von ihnen sind Kinder und Jugendliche (ca. 500 Personen). Eine Auflistung aller betroffenen Einrichtungen ist aktuell nicht möglich – es sind Kindertagesstätten und Schulen im gesamten Landkreis betroffen. Ein Infektionsgeschehen ist ebenfalls in drei Einrichtungen der Senioren- und Altenpflege zu verzeichnen. Seit Beginn der Pandemie wurden damit 9.543 Personen im Landkreis positiv auf das SARS-Cov-2-Virus getestet. 222 Menschen sind im Zusammenhang mit einer Infektion verstorben.


Impfungen


„Es war ein Fehler, dass man sich in Brandenburg – anders als in anderen Ländern – von den Landesimpfzentren verabschiedet und diese vom Netz genommen hat. Nun muss mit großen Kraftanstrengungen der kommunalen Ebene wieder gegengesteuert werden. Dem stellt sich der Landkreis, um das Impfen voranzutreiben“, betont Landrätin Kornelia Wehlan.


So wird mit Unterstützung der Stadt Ludwigsfelde im dortigen Krankenhaus wieder eine Impfstelle eingerichtet. Dort kann man sich ab nächster Woche zunächst an zwei Tagen in der Woche nach Onlineterminbuchung immunisieren lassen. Mit der Stadt Luckenwalde ist die erneute Nutzung der Fläminghalle als Impfstelle ab dem 1. Dezember 2021 vereinbart worden. Derzeit werden dafür die organisatorischen Vorbereitungen getroffen. Abhängig vom zur Verfügung stehenden Personal soll an möglichst vielen Wochentagen geimpft werden.

Der Landkreis Teltow-Fläming prüft ferner die Räumlichkeiten des Gesundheitsamtes, auch in den Außenstellen, um weitere Impfaktionen anzubieten. Dazu werden gegenwärtig die Vorbereitungen getroffen. Das Gesundheitsamt wird mit seinen Ärzten in sozialen Einrichtungen, z. B. Übergangswohnheimen, Einrichtungen der Eingliederungshilfe und bei Bedarf Pflege- und Altenheimen Auffrischungsimpfungen vornehmen.


Bereits am kommenden Wochenende wird über die Praxisgemeinschaft Schäfer-Lachmann-Säger im Gemeindesaal Großbeeren eine Impfaktion durchgeführt. Landrätin Kornelia Wehlan: „Ich danke Herrn Dr. Schäfer und seinen Mitstreitern sehr herzlich und hoffe, dass ihr Beispiel Schule macht. Sehr froh bin ich auch über die Hilfe des Bürgermeisters in Ludwigsfelde und das kurzfristige Angebot der Stadt Luckenwalde zur Nutzung der Fläminghalle sowie die erneute Einrichtung der Impfstelle im Krankenhaus Ludwigsfelde. Wir rechnen mit einer hohen Nachfrage an Auffrischungsimpfungen und bitten die Bürgerinnen und Bürger, sich auch um einen Impftermin bei ihrem Hausarzt zu bemühen. Nur gemeinsam können wir es schaffen!"


Testungen


Seit dem 13. November 2021 haben wieder alle Menschen Anspruch auf kostenlose Testungen auf Infektionen mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 (sogenannte Bürgertestung). Grundlage für dieses Angebot ist die Coronavirus-Testverordnung des Bundesgesundheitsministeriums. Für die Testungen sind zahlreiche Schnelltest-Stellen eingerichtet oder beauftragt worden, zum Beispiel in Testzentren, vielen Apotheken sowie einzelnen Drogeriemärkten und Einkaufszentren. Eine interaktive Karte des MSGIV zeigt, wo diese Schnelltests für asymptomatische Personen in TF und im gesamten Land Brandenburg angeboten werden (siehe Link unten). Wichtig: Menschen mit Symptomen werden in den Teststellen nicht getestet. Sie müssen sich an ihre Hausarztpraxis wenden. Dort wird ein PCR-Test veranlasst.


Sozialdezernentin Kirsten Gurske: „Das Wissen, dass sich auch geimpfte Personen infizieren können – wenn Sie auch meist nicht schwer erkranken oder sogar symptomlos bleiben – sollte uns sensibilisieren, weiterhin wachsam zu sein und zu testen. Insbesondere Menschen, die in der Betreuung tätig sind, sollten die Arbeitgeberangebote oder andere Testmöglichkeiten nutzen, um die ihnen anvertrauten Kinder und Erwachsene zu schützen."


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