SJBS-Sitzung 28. April 2021, Teil 2: INSEK + "Zukunft Zossen"

Zu INSEK teilte die Bürgermeisterin kurz mit, dass jetzt ein Planungsbüro den Zuschlag für die Erarbeitung des Integrierten Stadtentwicklungskonzepts erhalten hätte und die Stadt dafür noch weitere Fördermittel beantragen wolle. Dazu wird es demnächst eine offizielle Erklärung geben.


Zum Projekt "Zukunft Zossen" teilte der designierte Vorsitzende des Projektbeirates den gegenwärtigen Stand der Vorbereitungen mit.


Das Projekt wird von Mai 2021 bis zum 15. Dezember 2022 laufen. Es ist eines der acht Projekte, die eine Jury aus 17 Anträgen ausgewählt hat. Die Preisträgerinnen heißen "Modellstädte". Der Zuwendungsbescheid des Ministeriums für Infrastruktur und Landesplanung, der den offiziellen Startschuss für das Projekt bedeutet, liegt noch nicht vor, wird aber in Bälde erwartet.


Durch den im März auf der Stadtwebseite veröffentlichten Projektaufruf und folgende kurze Artikel in der lokalen Presse haben sich bereits viele Zossener*innen bei der Stadt gemeldet und ihre Mitarbeit angeboten. Mit ihnen haben Mitglieder der Gruppe, die das Projekt erarbeitet haben, Gespräche geführt und gemeinsam ihre Interessen ausgelotet. Auf dieser Grundlage haben diese Einwohner*innen Zossens die Positionen bestimmt (Beiratsmitglieder, Projektleiter*innen, Projektmitglieder), die sie einnehmen wollen. Der Beirat soll auf der SVV am 12. Mai 2021 offiziell von der Bürgermeisterin berufen werden. Danach beruft er die Projektleiter*innen. An der Webseite für das neue Projekt wird inzwischen intensiv gearbeitet.


Herr Weiß gab einen Überblick über die Projektziele, die wichtigsten Projektbestandteile und die geplanten nächsten Schritte.


Projektziele


Das Projekt lädt alle Zossener*innen herzlich dazu ein, sich zu drei Themen Gedanken über deren Umsetzungsmöglichkeiten in Zossen zu machen:


lokale Mobilität

modernes Quartier

Gemeinwohl.


Die Projektbedingungen der Landesinitiative erfordern die Erarbeitung einer lokalen Mobilitätsstrategie 2030 für Zossen. Dazu wurde eine Arbeitsgruppe gebildet, für die sich bereits mehrere Zossener*innen mit hoher beruflicher Expertise zur Mitarbeit gemeldet haben. Aber nach wie vor werden weitere Interessent*innen gesucht um die Ansichten möglichst unterschiedlicher Generationen erfassen zu können. Es sind Umfragen vorgesehen, für die unter anderem die noch zu erwerbende PLACEm-App eingesetzt werden soll. Diese App wendet sich in erster Linie an Jugendliche. Aber Menschen aller Altersklassen sind herzlich eingeladen sich an ihr zu beteiligen.


Die Arbeitsgruppe wird bis September 2022 einen Entwurf der Mobilitätsstrategie 2030 vorlegen. Dieser Entwurf soll dann, so Herr Weiß, in den relevanten Ausschüssen beraten und im Anschluss der SVV zur Abstimmung vorgelegt werden.


Ein zweites Ziel des Projekts "Zukunft Zossen" besteht in der Beratung von Zukunftskriterien für moderne Quartiere in der Stadt. Auch hierzu wurde eine Arbeitsgruppe eingerichtet, an der sich bereits Experten (Architekt*innen, Bauingenieur*innen, Projektmanager) und andere Zossener*innen beteiligen wollen. Weitere Interessent*innen sind gern gesehen.


Die Ergebnisse auch dieser Arbeitsgruppe sollen im Herbst 2022 in den Ausschüssen beraten und dann der SVV zur Abstimmung vorgelegt werden.


Im Bereich Gemeinwohl soll beraten werden, was dieser Begriff für Zossen bedeuten könnte. Es soll ermittelt werden, wie sich die Einwohner*innen der Stadt zur Zeit fühlen und was getan werden sollte, um den "Wohlfühlindex" zu erhöhen. Das Ziel besteht am Ende darin, eine Gemeinwohlbilanz für Zossen zu erstellen.


Parallel zu diesen arbeitsintensiven Zielen sollen Veranstaltungen stattfinden, bei denen bereits vorliegende Konzepte, Objekte und Technologien mit Zukunftscharakter ausprobiert und diskutiert werden sollen. Das Ziel hier besteht darin, Wissen zu transferieren, Erfahrungen zu sammeln und Spass an neuen Formen des Zusammenlebens in Zossen zu haben.


Projektteile


In der Kürze der Zeit konnte Herr Weiß nicht alle Projektteile vorstellen. Wer sich dafür interessiert, sollte sich das Projektportfolio* anschauen und sich auf der hoffentlich bald eröffneten Webseite informieren, für die ebenfalls noch Mitstreiter*innen gesucht werden.


Der Wissenstransfer soll über Vorträge, Workshops, zwei Gemeinschaftsprojekte zwischen der Comenius-Schule und der Geschwister Scholl Gesamtschule mit dem Bauingenieursbüro Belger & Partner, dem Wissensladen Kubus sowie Studierenden der TU Berlin, Produkttests von Zukunftsmobilen mit Energiequelle, Elektro Rümpel & Sohn GmbH, Toyota und anderen Teilnehmer*innen sowie Computerspielen erfolgen.


Für unsere Kleinsten in den KITAs und Grundschulen gibt es ebenfalls interessante Angebote. Dazu gehören das Basteln von Ideenbäumen zu Zossens Zukunft, die Entwicklung von kindergerechten analogen und digitalen Zukunftsspielen und die Durchführung des Bilderbuchkinos "Zukunft" durch die Zossener Bibliothek und die Goethe-Schule.


Für alle Generationen werden ein Kinosommer, Ferienaktionen und ein Kulturwochenende stattfinden. Es ist vorgesehen, ein Zukunfts-Café einzurichten. Auch hierfür werden noch Ideen und Teilnehmer*innen gesucht. Das betrifft auch die Arbeitsgruppe PLACEm-App, da die verschiedenen Umfragen, Quizze und Spiele keine Ein-Mann-Show sein können, sondern viele neugierige, begeisterte Mitstreiter*innen benötigen. Jugendliche sind herzlich eingeladen, das Projekt auf verschiedenen Social Medias vorzustellen und durch Projektaccounts zu betreuen.


Für Zossens Unternehmer*innen und Geschäftsleute sind die Unternehmensmesse 2030, die Planung eines digitalen Bonusprogramms und die Erarbeitung eines Förderantrages "Künstliche Intelligenz" im Angebot. Es gibt sogar bereits Überlegungen, weiterführende Förderanträge auszuarbeiten, die der Stadt nützliche Entwicklungschancen und dringend benötigte Gelder einbringen sollen. Hierzu haben sich ebenfalls bereits mehrere Zossener*innen zur Mitarbeit gemeldet. Aber weitere Interessent*innen sind herzlich willkommen.


Nächste Schritte


Am 12. Mai 2021 soll der Beirat des Projektes "Zukunft Zossen" auf der SVV öffentlich vorgestellt und durch die Bürgermeisterin als städtischer Patronin des Zukunftsprojekts berufen werden. Zuvor soll ein Mitglied der SVV als Verbindungsperson zwischen INSEK, "Zukunft Zossen" und der SVV gewählt werden.


Der Beirat wird sich zu seiner ersten Sitzung zusammenfinden. Die bereits gegründeten Arbeitsgruppen "Mobilitätsstrategie 2030" und "Zukunftskriterien Modernes Quartier" werden ihre nächsten Arbeitsschritte ausführen.


Im Mai soll die Projektwebseite starten und den ersten Veranstaltungskalender für Juni 2021 veröffentlichen.


Die Planungsarbeiten für die Zukunftswerkstatt an der Geschwister Scholl Gesamtschule und der Zusammenarbeit zwischen der Comenius Schule und dem Bauingenieursbüro Belger & Partner werden fortgeführt. Die Vorbereitungen für Vorträge im Juni, den Kinosommer und den Produkttest "Zukunftsmobile" im August und die Workshops zu lokaler Mobilität und zum Gemeinwohl werden Fahrt aufnehmen.


Herr Weiß bedankte sich bei allen, die sich bereits in "Zukunft Zossen" eingebracht haben. Er lud noch einmal alle Zossener*innen ein sich ihren Interessen gemäß an diesem schönen Projekt in und für unsere/r Stadt zu beteiligen.


Am Ende drückte er seine Gewissheit aus, dass es eine gute Partnerschaft zwischen allen Projektteilnehmer*innen und den politischen Mandatsträger*innen in diesem Projekt der Stadt Zossen in den vor uns liegenden Monaten geben wird.


* https://1drv.ms/b/s!Aupy1Iucp1yYioolWjuZOgqxixh7Rg?e=ufPwNq

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