Schmierentheater in Zossen

Plan B und die mit ihr verbündete AfD sind schier aus dem Häuschen - 1351 Unterschriften für einen Einwohnerantrag haben sie zusammengekratzt. Wenn das kein Grund zum Jubeln für die selbst ernannten Retter der Stadt ist! Wie schlimm muss es um diese Parteien stehen, wenn man sich schon über mickrige 8 Prozent der Wahlberechtigten freut. Dabei wäre dieser Einwohnerantrag überhaupt nicht nötig gewesen. Ein Antrag von Plan B oder AfD an die Stadtverordnetenversammlung hätte genügt und das Begehren wäre -wie es die parlamentarischen Regeln vorsehen - als Tagesordnungspunkte aufgenommen worden. Die Mitglieder der SVV hätten dann darüber abstimmen können.


Sind Schreiber, Manthey und Co so dämlich und wissen das nicht? Natürlich sind sie das nicht. Es steckt Methode dahinter, finstere Methode. Konstruktives haben sie nicht zu bieten. Also machen sie durch Getöse auf sich aufmerksam. Sie sind halt schlechte Verlierer. Nachtreten heißt das im Fußball und wird dort mit Platzverweis bestraft.


Worum geht es bei dem Antrag? Kurz gesagt, um nicht mehr und nicht weniger als all das, was die Stadtverordnetenversammlung am 1. Juli mit Mehrheit beschlossen hat, wieder rückgängig zu machen. Das scheinheilige Argument lautet: Ein unabhängiger Wirtschaftsprüfer soll feststellen, wie die verbindliche Bilanz 2019 für die Stadt Zossen aussieht. Moment mal, fragt sich der denkende Zossener, wieso ist der bisherige Wirtschaftsprüfer, der jahrelang die von der abgewählten Frau Schreiber vorgelegten Unterlagen geprüft hat, plötzlich nicht mehr vertrauenswürdig? Etwa weil er –wie es seine Aufgabe ist – auch unter der neuen Bürgermeisterin die Bilanzen der Stadt nach strengen rechtlichen Kriterien prüfen wird? Dreimal dürfen Sie raten.


Wissen die Plan Bler nicht, dass diese Prüfung Monate dauern kann und außerdem zusätzliches Geld kostet? Offenbar denken sie: Uns doch egal. Immer raus damit, ist ja nicht unser Zaster. Und dass die Stadt keinen Haushalt hätte, nur die allernötigsten Ausgaben tätigen dürfte, praktisch finanziell lahmgelegt wäre? Na und! Selber schuld die Schwarzweller, warum hat sie sich wählen lassen?!


Weshalb also dieses elende Schmierentheater? Ganz einfach: Frau Schreiber, die durch Wählerwillen aus dem Rathaus gefegt wurde, will wieder rein. Das gibt sie ja auch offen zu. Durch Wahlen geht es nicht, also versucht man es hintenherum, in dem man der neuen Bürgermeisterin vom ersten Tage an pausenlos Knüppel zwischen die Beine wirft. Dafür scheint ihren Spießgesellen fast jedes Mittel recht. Für jeden denkenden Menschen ist aber überdeutlich klar: Letztendlich ist es nur der verzweifelte Versuch der Plan-B-Leute, wieder festen Boden unter die kurzen Lügenbeine zu bekommen. Den Schaden haben die Einwohnerinnen und Einwohner von Zossen.


Danke, Ihr selbst ernannten „Retter“ der Stadt!


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