Projekt "Keinen Müll in unseren Wald!" -- Nachahmung ist die schönste Form der Anerkennung

Aktualisiert: 7. Dez 2020

Frau Langner, Leiterin der Kita "Haus der kleinen Füße" hatte durch Frau Gäbler, Leiterin der Kita Bummi von unserem Projekt "Keinen Müll in unseren Wald!" gehört und angefragt ob sich ihre Kita unseren Projekt anschließen könnte. Da wir genau diesen Nachahmungseffekt mit unserer noch ausstehenden Wanderausstellung erreichen wollten, waren wir hocherfreut und gern bereit bei der Finanzierung des Ausflugs nach Baruth behilflich zu sein. Auch die neuen Müllzangen, die gleich im ersten Teil zum Einsatz kamen wurden aus Projektmitteln finanziert. Die Zusammenarbeit mit Frau Langner hat wunderbar geklappt. Wir freuen uns, dass unser Projekt so viel Zuspruch erhalten hat. Die Berichte aus der Kita "Haus der kleine Füße" sind ein beredtes Beispiel dafür. (Projektleiterinnen: Rana Brentjes und Hindola Kirsten)



1. Teil: "Die kleinen Umweltdetektive sind unterwegs" dokumentiert von Carola Mauersberger


Die Umwelt ist die große Welt, in der wir alle leben und die kleine Welt, die jeden einzelnen von uns umgibt. Auch in unserer Kita „Haus der kleinen Füße“ in Wünsdorf beschäftigen wir uns mit dem Thema der Umwelterziehung. Ziel des Projektes ist es:


- die Kinder für ein umweltgerechtes Verhalten (in Bezug auf Abfall) zu sensibilisieren; - umweltgerechte Einsichten und Einstellungen sollen vorbereitet werden; - das Bewusstsein zur Eigenverantwortlichkeit soll geweckt und gestärkt werden.

Heute wollen wir wieder in unserem nahegelegenen Wald den Müll aufsammeln gehen. Da die Kinder diese Aufgabe selbst übernehmen, ist das Verinnerlichen des Projektes besonders hoch und wird auch oft in die Familien transportiert. Gemeinsam ging es, ausgerüstet mit einem Bollerwagen, Müllgreifer und Einweghandschuhen, in den Wald.


Alle Kinder sind hoch motiviert. Auf spielerischer Weise haben die Kinder gelernt, Müllbestandteile zu erkennen und zu trennen. Die Kinder haben gelernt, dass der Müll in verschiedene Tonnen oder Behälter zu entsorgen ist.

Alle Kinder sind hochmotiviert. Auf spielerischer Weise haben die Kinder gelernt, Müllbestandteile zu erkennen und zu trennen. Die Kinder haben gelernt, dass der Müll in verschiedene Tonnen oder Behälter zu entsorgen ist.

Im Wald angekommen gibt Miles den Kindern die Materialien aus. Einige Kinder fragen gleich, „wie sollen wir denn den Müll trennen, wenn alles so schmutzig ist“? Tim antwortet, „dann müssen wir alles in eine Tüte machen, dass ist dreckiger Müll und der kommt in die grüne Tonne“. Schön zu sehen, dass einige Kinder die Mülltrennung verinnerlicht haben. Nun rennen alle Kinder in den Wald, sie motivieren sich gegenseitig, wer holt den meisten Müll aus dem Wald. Die Kinder staunen immer wieder, was für unterschiedlicher Müll im Wald liegt. Die Kinder wechseln sich beim Sammeln bzw. Eintüten des Mülls ab. Sie arbeiten und handeln als Team zusammen.

Die Kinder erklären uns: "wir sammeln auch den Müll, damit wir wieder schön im Wald spielen können". Naturerlebnisse bewirken bei Kindern Wohlbefinden und Gesundheit, auch wenn es "nur" beim Müllsammeln ist.

Stolz präsentieren die Kinder ihren gesammelten Müll, aber gleichzeitig kam

die Frage: „wann können wir wieder sammeln gehen? Das hat uns Spaß gemacht!“


Wir freuen uns, dass die Kinder solch großes Interesse an der Umwelterziehung zeigen und ihr darüber gelerntes Wissen anwenden können.



2. Teil: Zwei erlebnisreiche Tage im Grünen Lernort Baruth


Endlich war es soweit, die Schulanfänger der Kita „Haus der kleinen Füße“ fuhren mit dem Bus, um den Wald im grünen Lernort Baruth zu erleben. Nach einer kleinen Stärkung marschierten wir bei herrlichem Herbstwetter los.

Im Wald angekommen entdeckten wir eine Eiche mit drei Stämmen. Die Kinder versuchten die Eiche zu umarmen, aber er war einfach zu dick.

Und was bedeutet das Schild mit der Eule am Baum? Wohnt da etwa eine Eule? Nein! Emil weiß, dass der Baum unter Naturschutz steht!


Und weiter ging es durch die raschelnden Blätter. Doch bevor wir tiefer in den Wald gehen, wollen wir den Wald begrüßen und ihm etwas schenken. Schnell sammelten die Kinder viele besonders schöne und bunte Blätter und legten sie dem Wald als Willkommensgruß auf den Weg.

Als nächstes spielten wir „Die blinde Raupe“. In zwei Gruppen aufgeteilt, bildeten die Kinder eine Raupe. Das erste Kind war jeweils der Kopf, der sehen konnte. Die anderen Kinder mussten als Körper die Augen verschließen und sich durch den herbstlichen Wald führen lassen. Für einige war es ein bisschen unheimlich und man musste sich auf den Vordermann verlassen. Durch das Schließen der Augen, konnten sich die Kinder auf das Hören konzentrieren. Leider haben unsere Raupen nur Autos und LKWs und ganz vereinzelt ein leises Vögelchen gehört.

Der nächste Stopp war für das „Eichhörnchen-Marder-Spiel“. Wisst ihr, wie das Eichhörnchen erkennen kann, wann der Marder kommt, um es zu fangen? Wir legten unsere Ohren an einen umgestürzten Baumstamm. Carola war der Specht, der das Eichhörnchen mit seinem Klopfen vor dem Marder warnt. Wie das am Ohr kribbelt! Und wie laut es zu hören ist! Wie ein Waldtelefon!

Dabei hat Tilda noch winzige Käfer am Baumstamm entdeckt.

Bei unserer letzten Station gestalteten wir für den Wald ein Bild aus Naturmaterialien. Wir sammelten Äste, Zweige und viele bunte Herbstblätter. Auf der großen Lichtung legten wir daraus einen bunten Herbstbaum.

Wieder angekommen an der dreistämmigen Eiche bedankten wir uns noch einmal beim Wald, dass wir seine Gäste sein durften. DANKE lieber Wald, es war so schön!

Im Pavillon angekommen, erwartete uns ein wärmendes Feuer. Unserem Geburtstagskind Amelia sangen wir noch ein Geburtstagslied und dann stärkten wir uns mit unserem Mittagessen.

Bis der Bus uns wieder abholte, spielten wir noch auf dem großen Baruther Spielplatz. Danke für diesen tollen Tag!




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