Auch in Kalenderwoche 15 bestimmt die Corona-Pandemie das Leben in
Teltow-Fläming. Seit ihrem Beginn sind 6014 Menschen im Landkreis
positiv getestet worden, aktuell gelten 385 als infiziert. Immer mehr
greifen Virus-Mutationen um sich, allein in der 14. Kalenderwoche war
das in 55 Prozent der Infektionen der Fall. Bislang wurden 628 Fälle
der britischen und vier Fälle der südafrikanischen Variante
festgestellt. Aktuell wird der Großteil der Proben auf Mutationen hin
untersucht.
Die 7-Tage-Inzidenz liegt per 16. April 2021 bei 131,2. Die regionale
"Notbremse", die seit dem 24. März 2021 im Landkreis gilt, musste in
der vergangenen Woche erneut verlängert werden.
Der Verstorbenen gedenken
Am 18. April 2021 wird Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier der
Corona-Toten und ihrer Hinterbliebenen offiziell gedenken. Landrätin
Kornelia Wehlan und Kreistagsvorsitzender Danny Eichelbaum begrüßen
diese Initiative ausdrücklich. Als Zeichen der öffentlichen
Anteilnahme werden am Sonntag die Fahnen vor dem Kreishaus auf
Halbmast gesetzt.
Landrätin Kornelia Wehlan: "Auch im Landkreis Teltow-Fläming sind
bislang 189 Menschen an oder mit dem Virus verstorben. Ich bin oft in
Gedanken bei ihnen und ihren Hinterbliebenen. Es ist furchtbar, einen
geliebten Menschen zu verlieren, sich nicht verabschieden zu können
oder auf trostspendende Rituale verzichten zu müssen. Das hat am 31.
März auch der ökumenische Gottesdienst in Zossen, unter dessen
Eindruck ich noch immer stehe, sehr deutlich vermittelt. Angesichts
der vielen Menschenleben, die diese Pandemie bereits gekostet oder
tief betroffen hat, finde ich es sehr wichtig, dass das Thema in der
öffentlichen Wahrnehmung eine Rolle spielt." Kreistagsvorsitzender
Danny Eichelbaum: "Wir bitten die Menschen im Landkreis darum, am
Sonntag einen Moment innezuhalten, Anteilnahme zu zeigen und deutlich
zu machen, dass die Verstorbenen, aber auch die Trauer und das Leid
der Hinterbliebenen nicht vergessen sind. Dabei spielt es keine Rolle,
ob man vielleicht ein Licht entzündet, eine Minute schweigt oder seine
ganz persönliche Art und Weise der Anteilnahme findet - wichtig ist,
dass wir in Gedanken bei den Betroffenen sind."
Gemeinschaftseinrichtungen
Aus sechs Kitas im Landkreis wurden 5 Beschäftigte und 5 Kinder
positiv getestet. Außerdem sind 16 Schüler*innen aus 10 Schulen
aktuell betroffen. "Wir müssen damit rechnen, dass die Zahlen -
insbesondere der Quarantänen - in den nächsten Tagen wieder steigen,
hier wirkt sich das Ende der Ferien aus", so Sozialdezernentin Kirsten
Gurske. Die demnächst geltende Testpflicht für Schulen könne ein
wichtiges Mittel sein, um asymptomatische Virusträger so schnell wie
möglich zu erkennen.
COVID-19-Infektionen werden derzeit aus 3 Senioren- und
Pflegeeinrichtungen gemeldet, unter Beobachtung stehen zwei weitere
Einrichtungen sowie eine Hauskrankenpflege. Auch aus einer Wohnstätte
für Asylbewerber*innen wurden drei Positiv-Meldungen bekannt.
Impfungen
Erhebliche Probleme verursacht aktuell der fehlende Impfstoff. "Alle
Rahmenbedingungen sind vorhanden, wir könnten eigentlich zügig
vorankommen", so Krisenstabsleiterin Dr. Silke Neuling. "Das Land
Brandenburg hat informiert, dass ab der 17. Kalenderwoche vorerst
keine Termine für Erstimpfungen ausgegeben werden. Die vorhandenen
Präparate von BionTech und Moderna müssen für Zweitimpfungen von
Personen unter 60 eingesetzt werden, die eigentlich AstraZeneca
erhalten hätten. Diese Umschichtung wirft uns natürlich enorm zurück."
Sport
Immer wieder gibt es Rückfragen, inwieweit der Sportbetrieb von den
Regelungen der "Notbremse", die seit dem 24.März 2021 im Landkreis
Teltow-Fläming gilt, betroffen ist.
Er ist dahingehend weiter beschränkt, dass der Individualsport auf
allen Sportanlagen unter freiem Himmel nur allein, zu zweit oder mit
den Angehörigen des eigenen Haushalts zulässig ist. Eine weitere
Beschränkung ist nicht vorgesehen - folglich ist es möglich, dass auf
weitläufigen Außensportanlagen parallel allein, zu zweit oder mit den
Angehörigen des eigenen Haushalts Sport betrieben werden darf, wenn
diese großen Anlagen in entsprechende Nutzungsareale eingeteilt sind.
Es sind die allgemeinen Abstands- und Hygieneregeln nach § 1 der EindV
zu beachten. Diese gelten auch für alle Aktivitäten rund um den Sport,
grundsätzlich verboten sind Gruppenbildungen mit anderen Personen,
gemeinsame Einnahme von Getränken und Speisen oder das Duschen.
In Anbetracht der bevorstehenden Maßnahmen der Bundesregierung ist die
aktuelle Gesetzeslage im Auge zu behalten.
Selbst- und Schnelltests
Nach wie vor erreichen das Corona-Bürgertelefon Fragen zum Schnell-
oder Selbsttest. Deshalb an dieser Stelle noch einmal eine
ausführliche Erklärung des Gesundheitsamtes:
Selbsttest
Verschiedene Supermarktketten und Drogerien bieten Schnelltests für
daheim an. Damit haben alle Personen die Möglichkeit, sich selbst auf
Corona zu testen ("Laientest"). Ist das Ergebnis eines selbst
durchgeführten "Laientests" positiv, dann muss noch keine Meldung beim
Gesundheitsamt erfolgen. Aber: Wichtig ist in so einem Fall, dass man
sich sofort absondert bzw. in Quarantäne begibt und einen PCR-Test
über die Hausarztpraxis machen lässt.
Sollte der PCR-Test ebenfalls positiv sein, erhält das Gesundheitsamt
eine Meldung und setzt sich mit der betroffenen Person in Verbindung.
Die Quarantäne darf nur verlassen werden, wenn das Testergebnis
negativ ist.
Allein auf Grundlage eines positiven "Laientests" wird die Behörde zur
Kontaktnachverfolgung nicht aktiv.
Schnelltest
Apotheken, DRK, AWO, ASB und andere bieten im Auftrag des Landkreises
Teltow-Fläming Schnelltests für die Bürger*innen an. Wer hier positiv
getestet wird, der wird vor Ort aufgefordert, das Ergebnis durch einen
PCR-Test bestätigen zu lassen.
Auch hier gilt: Begeben Sie sich sofort in Quarantäne und vereinbaren
Sie mit Ihrer Hausarztpraxis telefonisch einen Abstrichtermin. Sollte
sich der Befund bestätigen, wird das Gesundheitsamt informiert und
setzt sich mit Ihnen in Verbindung.
* Übersicht über die Corona-Teststellen in
Warnung vor gefälschten Terminabsagen
Auch im Corona-Krisenstab des Landkreises wurde darüber informiert,
dass derzeit über die E-Mail-Absenderadresse
noreply@impfterminservice.com versucht wird, Personen durch gefälschte
Impfterminabsagen zu schädigen. Über die E-Mail-Adresse mit der Endung
.com werden gefälschte Nachrichten verbreitet, in welchen die
Empfänger*innen über eine angebliche Absage eines Impftermins
informiert werden. Diese Nachrichten sind falsch! Wer eine solche
E-Mail zukünftig erhält oder bereits erhalten hat, sollte sie
unbeachtet löschen. Problem: Die E-Mail-Adresse sieht
vertrauenerweckend aus und ist leicht mit der echten E-Mailadresse des
Impfterminservices des Bundes
(noreply@impfterminservice.de<mailto:noreply@impfterminservice.de>)
bzw. der Impf-Hotline 116117 zu verwechseln. Deshalb ist besondere
Aufmerksamkeit geboten.