Presse-Info der Kreisverwaltung TF/Corona-Infektionsgeschehen, KW 11/2021

Um die 100er-Marke pendelte die 7-Tage-Inzidenz im Landkreis Teltow-Fläming in der vergangenen Woche. Sie lag am 18. März knapp über 100, am 19. März bei 108,8. Selbstverständlich beobachtet der Corona-Krisenstab diese Entwicklung sehr aufmerksam, um ggf. die erforderlichen Schlüsse zu ziehen. Sollte der Wert drei Tage in Folge über 100 liegen, werden voraussichtlich gemäß Ankündigung der Landesregierung Brandenburg vom 18. März 2021 in der kommenden Woche erneute Einschränkungen auf die Menschen in Teltow-Fläming zukommen. Bereits am 15. März 2021 hatte der Landkreis eine erweiterte Pflicht zum Tragen von medizinischen Masken im öffentlichen Raum verfügt:

  • Allgemeinverfügung des Landkreises Teltow-Fläming zum Tragen von medizinischen Masken im öffentlichen Raum

Weitere Schritte werden von der Entwicklung der nächsten Tage abhängen.

Aktuelle Statistik

Per 19. März 2021 wurden im Landkreis seit Beginn der Pandemie 5094 Menschen positiv auf das SARS-CoV-2-Virus getestet, 314 gelten als aktuell infiziert. 177 Personen aus dem Landkreis starben bislang an oder mit dem Corona-Virus.

Auf dem Vormarsch ist die britische Virusmutation, über 50 Prozent der positiven Befunde im Landkreis sind ihr zuzuschreiben. Momentan liegt das Durchschnittsalter der positiv getesteten Personen bei 46 Jahren, die von der britischen Variante betroffenen Menschen sind durchschnittlich 37 Jahre alt. Etwa gleich ist der Anteil an Frauen und Männern. Besonders viele positive Testergebnisse, insbesondere der britischen Virus-Variante, wurden in der zurückliegenden Woche aus Ludwigsfelde, Luckenwalde und Jüterbog gemeldet.

Situation in Gemeinschaftseinrichtungen

Aktuell sind in 7 Kindergärten im Landkreis insgesamt fünf Kinder und vier Erzieher*innen an COVID-19 erkrankt bzw. positiv getestet worden.

An 18 Schulen im Landkreis gelten derzeit 7 Mitarbeiter*innen, fünf Lehrer*innen und 35 Schüler*innen als SARS-CoV-2-infiziert. Auch eine Person, die in einem Hort arbeitet, ist betroffen. „Wir beobachten ein aufwachsendes Geschehen in den Mittelzentren, vor allem bezüglich der Zahl betroffener Einrichtungen“, so Sozialdezernentin Kirsten Gurske. Bezogen auf die Einrichtungen sind es aber meist Einzelfälle, so dass bisher von Schließungen abgesehen werden konnte. In Auswertung einer Stichprobenuntersuchung machen Kinder von 0 bis 5 Jahren 3 Prozent der positiv getesteten Personen im Landkreis aus, in der Altersgruppe von 6 bis 18 Jahre sind es 11 Prozent.

In zwei Senioreneinrichtungen, einem ambulanten Pflegedienst sowie in zwei Tagespflegeeinrichtungen gibt es aktuell ein Ausbruchsgeschehen. Wie bereits in den Medien vermeldet, wurden im Übergangswohnheim Ludwigsfelde 27 Bewohner*innen sowie 2 Beschäftigte positiv getestet worden, in 24 Fällen wurde die britische Variante nachgewiesen. Betroffene und Kontaktpersonen wurden im Hauptgebäude isoliert, die Bewohner*innen des Nebengebäudes sind negativ getestet worden.

Tests

Die meisten der aktuell 20 Teststellen für asymptomatische Personen im Landkreis Teltow-Fläming haben ihren Betrieb aufgenommen oder tun dies in den nächsten Tagen. Aktuell sind 6 Apotheken sowie mehrere Einrichtungen der Arbeiterwohlfahrt und des DRK mit dieser Aufgabe betraut. „Es ist davon auszugehen, dass es durch die vermehrten Testungen zu einem Anstieg der positiven Ergebnisse kommen wird“, so Sozialdezernentin Kirsten Gurske. Eine Liste der Teststellen gibt es im Internetauftritt des Landkreises. Der Link www.teltow-flaeming.de/tests führt unmittelbar auf die entsprechendeTabelle.

  • Corona-Teststellen im Landkreis Teltow-Fläming, Stand: 19. März 2021

Positiver Schnelltest - was nun?

Fällt der Schnelltest positiv aus, sollte man sich umgehend in häusliche Quarantäne begeben und darauf verzichten, den ÖPNV zu nutzen. Um sicher zu sein, dass das Ergebnis richtig ist, muss ein PCR-Test durchgeführt werden. Dafür sollte man Kontakt zur Hausarztpraxis oder zur 116 117 aufnehmen. Wenn der Schnelltest negativ ausfällt, hat man nach Angaben des Bundesgesundheitsministeriums mit hoher Wahrscheinlichkeit keine Infektion mit dem Corona-Virus. Auch wenn der Schnelltest negativ auffällt, eine 100-prozentige Sicherheit bieten er bzw. die Selbsttests für zu Hause aber nicht. Das bedeutet: Weiter die AHA+L-Regeln befolgen. Bei ersten Krankheitsanzeichen sollte man ebenfalls beim Hausarzt einen PCR-Test durchführen lassen.

Impfen

Auch im Impfzentrum Luckenwalde mussten in der vergangenen Woche die Impfungen mit AstraZeneca ausgesetzt werden. Nachdem die Europäische Arzneimittelbehörde (EMA) den Impfstoff gestern als sicher eingestuft hat, gehen die Impfungen weiter. Die bereits vergebenen AstraZeneca-Termine am morgigen Samstag (20. März) sowie für die kommende Woche finden wie vereinbart statt! Alle Personen werden gebeten, diese Termine wahrzunehmen. Personen mit abgesagtem Impftermin müssen sich über das online-Portal der KVBB selbst einen neuen Termin buchen. Auf dem Online-Buchungsportal werden nach Auskunft der KVBB im Laufe des 18. März 2021 freie Termine eingestellt.

  • Impfterminservice der Kassenärztlichen Vereinigung Brandenburg

Das Gesundheitsamt Teltow-Fläming kann zur Impfterminvergabe keine Auskunft geben.

Gesondertes Kontingent

So wie aus anderen Landkreisen zu hören und zu lesen, hat sich auch Landrätin Kornelia Wehlan für ein eigenes kleines Impfkontingent starkgemacht. Das Land hatte dieses Kontingent an zwei Bedingungen geknüpft:

  1. Die Impfung erfolgt an einem Krankenhaus

  2. Es darf keine Impfdosis verfallen.

So gibt es seit dieser Woche jetzt am Krankenhaus Ludwigsfelde – ebenfalls für priorisierte Bürger*innen – die Möglichkeit der Impfung. Um die Terminvergabe kümmert sich die Stadt Ludwigsfelde. Hier soll es vor allem für ältere Menschen die Möglichkeit der Impfung ohne den weiten Weg nach Luckenwalde geben. Die Stadt Ludwigsfelde ist im Gespräch mit den umliegenden Kommunen zur Koordination der Impfterminvergabe.

Informationen für Bürger*innen

Das Bürgertelefon des Landkreises ist im April 2021 weiterhin wochentags von 8 bis 16 Uhr und samstags von 10 bis 15 Uhr besetzt, jedoch nicht an den Feiertagen.

Für Anfragen zum Thema Impfen steht beim Land Brandenburg ab sofort ein Funktionspostfach zur Verfügung: buergeranfragen-impfen@msgiv.brandenburg.de

Brigadegeneral Stöckmann zu Gast im Landkreis

Der Landkreis Teltow-Fläming hatte am Mittwoch, 18. März 2021, ranghohen Besuch von der Bundeswehr: Der Leiter des Regionalen Führungsstabes 3 Ost, Brigadegeneral der Luftwaffe Bernd Stöckmann, wurde in der Kreisverwaltung Teltow-Fläming und im Impfzentrum Luckenwalde empfangen. Er überzeugte sich im Gesundheitsamt gemeinsam mit Vizelandrätin Kirsten Gurske und Krisenstabsleiterin Dr. Silke Neuling von der Arbeit der Soldat*innen. Im Anschluss besuchte er mit der Krisenstabsleiterin das Impfzentrum in der Fläminghalle Luckenwalde und ließ sich von dessen Leiter Christoph Janoschek die einzelnen Stationen der Impfung erklären. Auch hier konnte sich der Brigadegeneral von der Qualität der Arbeit der unterstützenden Soldat*innen ein Bild machen. Sowohl in der Kreisverwaltung als auch im Impfzentrum Luckenwalde war man voll des Lobes für die eingesetzten Soldat*innen. „Ihre Arbeit ist sehr wichtig und unterstützend“, so Krisenstabsleiterin Dr. Silke Neuling. Dank der tatkräftigen Unterstützung der Bundeswehr könne die Pandemie effektiver bekämpft werden. Brigadegeneral Stöckmann sicherte eine weitere Unterstützung der Bundeswehr zu.

Zum Infektionsgeschehen in Nachbarkreisen

Wer die Infektionslage auf Kreisebene bzw. im Land aufmerksam verfolgt, hat gesehen, dass der Landkreis Teltow-Fläming seit Monaten dem Infektionsdruck aus dem Süden (Landkreise Dahme Spreewald und Elbe-Elster sowie die Lausitzkreise) „standzuhalten“ hat. Auch Berlin (im Norden) hat viele Monate mit hohen Infektionszahlen zu hohen Inzidenzen in den nördlichen Gemeinden des Landkreises Teltow-Fläming beigetragen.

Um die Ausbreitung der SARS-CoV-2-Infektionen im Süden einzudämmen, stehen als vordringliche Maßnahmen die Fortführung der zeitnahen Kontaktpersonen-Nachverfolgung und die Umsetzung der befristeten Eindämmungsverordnung an. Durch Kontrolltätigkeit und Öffentlichkeitsarbeit muss die Bevölkerung kontinuierlich sensibilisiert und motiviert werden. Letztlich bestimmt die Eigenverantwortung jedes Einzelnen über die zukünftige Infektionsentwicklung.

Zur Lageeinschätzung kann jedoch gesagt werden, dass der an Teltow-Fläming grenzende ländliche Raum des Landkreises Elbe-Elster weniger stark am Geschehen beteiligt ist. Schwerpunkte sind die Städte, wie z. B. Herzberg, Falkenberg und Bad Liebenwerda. Auch in Elbe-Elster ist die Beteiligung von Kitas und Schulen auf Einzelfälle begrenzt. Da es keine physische Grenze zwischen den Landkreisen gibt, machen – wenn überhaupt – nur abgestimmte Maßnahmen zwischen den Landkreisen bzw. landeseinheitliche Eindämmungsmaßnahmen Sinn. ...



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