Ortsbeiratssitzung am 02. 11. 2020 in Horstfelde


Die Hochburg vergangener Zeiten ? Schreiber-geschütztes Territorium ? Ja, und dann ich mitten drin. Begrüßt wurde ich mit den Worten: „Frau Reglin, schreiben Sie ruhig alles mit, der größte Inhalt wird aus drei Buchstaben bestehen NIX und morgen können Sie es dann ja ins Internet setzen.“


Ja, heute ist morgen und ich setze es ins Internet.


Meine Entgegnung war: "Frau Schreiber, ich bin nicht in böser Absicht hier“.


Wer mich wirklich kennt, weiß, dass so schnell mich nichts erschrecken kann.


Nun tauche ich ein in meine persönliche Analyse des Abends.


Drei Hauptthemen gab es an diesem Abend, die dazu geeignet waren, Ängste zu schüren. Es ging um eine mögliche Windkraftanlage zwischen Horstfelde und Schünow, natürlich um den Stand des geplanten Parkplatzes rund um die Nutzung der Wasserskianlage in Horstfelde und deren Badegäste und um den Beschluss zu einer Klage gegen die Stadt Zossen, wegen eines angeblichen, möglicher Weise in der Tat relevanten Verfahrensfehlers, bei dem angemerkt wurde, dass man anstrebt, weitere Ortsteile dort mit einzubinden.


Der Ortsvorsteher aus Schünow, Herr Buge, gab bekannt, dass es in Bälde einen sogenannten „Runden Tisch“ zwischen den beiden Ortsteilen geben wird. Er soll im nächsten Jahr die Planung eines Radweges zwischen den beiden Ortsteilen zum Inhalt haben, damit man 2022 mit seinem Bau beginnen könne, ggf auch ohne Baugenehmigung.


Leider war die Verwaltung nicht zugegen und konnte zu den Themen nicht Rede und Antwort stehen. Aber dafür war ja eine Möchte-gern-immer-noch-Bürgermeisterin vor Ort, die auch direkt von Bürgern dazu aufgefordert wurde, zu den Themen Stellung zu nehmen. Natürlich hat der Ortsvorsteher von Horstfelde auch jeweils kurz seinen Kenntnisstand kund getan. Das Hauptaugenmerk lag aber in den langen Tiraden der Schuldzuweisungen an die gewählte, durch Krankheit verhinderte Verwaltungschefin unserer Stadt.


NIX anderes hatte ich erwartet. Dennoch lässt mich dieser Abend nicht zur Ruhe kommen. Handlungsbedarf für Ehrenamtler und weitere Bürger*innen besteht. Die Frage in Persiflage von Plan B heißt: Ist Horstfelde noch zu retten?

Ute Reglin

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