Keinen Müll in unseren Wald! Teil 1: Besuch im Grünen Lernort Baruth - Eine Erlebnisgeschichte I

Aktualisiert: 7. Dez 2020

Projektleiterinnen: Rana Brentjes und Hindola Kirsten


Heute ist der große Tag, wir sind schon alle ganz aufgeregt! Wir kommen ein wenig früher als die Kinder an und Herr Ebert nimmt uns in Empfang. Eine Viertelstunde später treffen die Busse mit 36 Kindern und 4 Kindergärtnerinnen der Kita Bummi ein. Nachdem alle ausgestiegen sind, werden sie von Hindola willkommen geheißen und Herr Ebert stellt sein Team vor. Nach einer kurzen Einleitung teilen wir uns in 2 Gruppen auf – die eine macht mit Herrn Ebert einen Waldspaziergang, die andere macht auf dem Gelände eine Waldrallye mit vielen verschiedenen Stationen voller Geschicklichkeit und Wissen. Und im Pavillon können wir sogar jeder einen eigenen Schmetterling basteln. Und schon geht‘s los!


Waldspaziergang mit Herrn Ebert


Am Waldeseingang bilden Herr Ebert, die Kinder und die beiden Kindergärtnerinnen einen Kreis. Alle werden mucksmäuschenstill und blicken Herrn Ebert an: „Wir sind heute die Gäste des Waldes“ sagt er. „Was sagt Ihr denn, wenn Ihr jemanden besucht? Was bringt Ihr mit, wenn Ihr Gäste seid?“ Ein Kind ruft: „Wir sagen hallo.“ ein anderes: „Wir bringen Geschenke.“ „Sehr gut! antwortet Herr Ebert. „Und was meint Ihr, braucht denn der Wald als Geschenk und wen wollen wir begrüßen?“ Die Kinder rufen los: „Bäume, Kastanien, Tiere, Fuchs, Hase…“ Herr Ebert macht eine Armenbewegung vor und wir machen sie nach. Dabei sagt er: „und so begrüßten wir die Sonne, den Regen, den Wind und den Waldboden.“ Zum Schluss fragt Herr Ebert noch: „Kennt jemand diesen Baum?“ „Ein Ahorn.“ „Richtig! Und nun sucht sich jeder schnell ein Ahornblatt, denn wir brauchen alle eine Eintrittskarte.“ Die Kinder springen fort und kehren geschwind mit je einem Ahornblatt zurück.


Doch bevor es richtig los geht, zeigt uns Herr Ebert noch eine Rarität. Da führt am Waldesrand eine Treppe tief nach unten an eine vergitterte Holztür zu einem alten Wildkeller. „Dort haben die Jäger früher, als es noch keinen Gefrierschrank gab, ihr Wild gelagert. Dort war es kalt genug, damit das Fleisch frisch blieb. Und heute schlafen dort im Winter zum Beispiel Fledermäuse. Da muss man ganz leise sein! Denn wenn man sie weckt, fliegen die Tiere davon und im Winter gibt es ja kein Futter für sie. Da können sie dann den Winter nicht überleben.“ Die Kinder nicken bedächtig. „Also dann gehen wir los!“


Unterwegs erklärt uns Herr Ebert, worauf man im Wald achten muss, so zum Beispiel, dass man auf den Wegen bleiben soll, da diese von den Waldarbeitern freigehalten werden. Er zeigt uns einen vertrockneten Baum ohne Baumkrone, welcher beschnitten wurde, damit er nicht zur Gefahr für Spaziergänger wird.


Und schon sind wir an der nächsten Station angekommen: Die blinde Raupe oder „was könnt ihr hören?“ In zwei Gruppen aufgeteilt, bilden die Kinder eine Raupe, in dem sie sich hintereinander aufgereiht an die Schultern fassen. Nach einem kurzen Testlauf verteilt Herr Ebert noch Augenmasken und schon geht es los. Es ist gar nicht so einfach, blind zu laufen. Uff, geschafft, alle sind heil wieder angekommen. Das war echt spannend! Doch wirklich viel gehört haben wir nicht – die Kettensäge der Waldarbeiter war dann doch etwas zu laut. Dafür erkennen wir aber alle Geräusche des Waldes, die uns Herr Ebert daraufhin vorspielt. Doch jetzt brauchen wir eine kleine Entspannung – flink, ein schneller Sprint bis zur Bank und wieder zurück!


Und weiter geht’s auf unserem Wanderweg. Der nächste Stopp ist das Eichhörnchen-Marder-Spiel. Herr Ebert erklärt, dass es im Wald eine Balance gibt – ein Fressen-und-gefressen-werden – denn auch der Marder hat Junge, die er füttern will, damit sie groß und stark werden. Doch das Eichhörnchen hat auch eine Chance zu entkommen. „Wisst Ihr, wie es erkennen kann. wann der Marder kommt?“ „Legt Eure Ohren an den Baumstamm und hört gut zu.“ „Klopf, klopf, klopf – keine Gefahr. Das ist Herr Specht. Kratz, kratz, kratz – nun ist der Marder da! Schnell weg!“ Das hat echt Spaß gemacht! Und weiter geht’s zur nächsten Station – dem Tannenzapfenzielwurf. Ein paar Treffer sind dabei, es ist uns nicht einerlei!


Aber auch Pilze, Käfer und Pflanzen finden viele superspannend. "Oh, schaut mal hier, was ich gefunden habe." "Wow – was ist denn das?! Lebt der noch?" „Das ist ein großer Eichenbock“ sagt Herr Ebert, „der kommt gar nicht so häufig vor! Da habt ihr eine Rarität!“ Die Kinder drängen sich dicht heran, die Augen weit und kugelrund, voller Staunen. Und sie rufen: „Oh! Kann ich den auch mal halten?!“ „Na klar, aber ganz vorsichtig.“

Nach so viel Wunderbarem zum Bestaunen sind wir auch schon an unserer letzten Station angekommen – den Waldbildern. Wir bilden kleinere Gruppen mit jeweils 4 Kindern und legen los. Erst kommt der Rahmen aus Ästen und dann füllen wir die Bilder aus – viel Fantasie und Kreativität wird offenbart. Zweige, Blätter, Moos und Eicheln bilden Häuser und Gärten, abstrakte Muster und schöne Formen. Sogar ein Zuhause für einen Mistkäfer ist dabei – und schon ist er eingezogen.

Ach, war das schön! Aber langsam nagt der Hunger, und das Mittagessen wartet ja auch schon. Also machen wir uns auf den Rückweg, vorbei am höchsten Baum des Waldes – dem Traumzauberbaum – ein Wunsch ist schnell geflüstert und weiter geht’s zu einer kleinen Abschluss-Rutschpartie. Dann sind wir auch schon fast wieder am Pavillon, wo die andere Gruppe gerade ihre Waldrallye beendet und ein kleines Mitbringsel gebastelt hat.

Wieviel Spaß die Waldrallye macht, zeigen wir Euch im nächsten Teil. Die Kinder lachen und erzählen einander, was sie alles erlebt haben, während die Kindergärtnerinnen die heißen Würstchen, Brötchen und den Obstsalat auftischen.


Erklärung: Für alle Aktivitäten gibt es ganz viele tolle Bilder, aber nicht für jedes Bild die Genehmigung zur Veröffentlichung der Eltern.




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