Informationen zu Corona in TF

11.130 Personen wurden im Landkreis Teltow-Fläming seit Beginn der Corona-Pandemie positiv auf das SARS-CoV-2-Virus getestet (Stand: 26. November 2021). Aktuell gelten 2395 Menschen als infiziert. 772 von ihnen sind Kinder und Jugendliche. Eine Auflistung aller betroffenen Einrichtungen ist aktuell nicht möglich.


Hohe Inzidenz bei Schulkindern


Sozialdezernentin Kirsten Gurske: „Erfreulicherweise sind nur zwei Einrichtungen aufgrund von Krankheit – nicht jedoch auf Grund von Quarantäne – geschlossen gewesen. Da nach den aktuellen Kontaktermittlungsrichtlinien keine großflächigen Quarantänen in Kita und Schulen ausgesprochen werden, konzentrieren sich die Quarantänen auf die jeweilige Familie. Vergleicht man die Inzidenzen der einzelnen Altersgruppen der Kinder, machen Schulkinder den größten Anteil aus. Hier ist die Inzidenz etwa vier- bis fünfmal so hoch wie die im Kitabereich.“

Das Durchschnittsalter der Infizierten liegt derzeit bei rund 36 Jahren.


Inzidenz über kritischem Wert von 750 - weitere Maßnahmen folgen


Aktuell weist der Landkreis eine 7-Tage-Inzidenz von 926,2 auf und liegt damit den zweiten Tag in Folge über dem Wert von 750. „Deshalb werden wir als Landkreis am Wochenende weitere Maßnahmen treffen müssen, zum Beispiel eine nächtliche Ausgangssperre für ungeimpfte Personen anordnen. Alle Details werden am Sonnabend im Internetauftritt des Landkreises öffentlich bekanntgegeben“, so Ive Marschall, Leiter des Krisenstabes.


Gesundheitsämter an Kapazitätsgrenzen


Die Gesundheitsämter in Brandenburg stoßen in Anbetracht der exorbitant steigenden Infektionszahlen an ihre Kapazitätsgrenzen – so auch in Teltow-Fläming. „Das ist letztendlich genau das dramatische Bild der Corona-Lage, das RKI-Chef Lothar Wieler gezeichnet hat. Seinen Appell an die Politik zum Handeln, weil wir momentan in eine ernste Notlage steuern, kann ich nur noch einmal unterstreichen“, so Landrätin Kornelia Wehlan.


Die Priorität im Gesundheitsamt besteht in der Kontaktnachverfolgung. Hier unterstützen gegenwärtig 15 Soldaten der Bundeswehr. Die täglich immer wieder neuen Höchstinzidenzen machen keine zeitnahe Kontaktermittlung mehr möglich. Deshalb wird nach Prioritätsgruppen gearbeitet: Gemeinschafts- und Pflegeeinrichtungen, Kita und Schule und insbesondere ältere Menschen.


„Ich bitte alle Menschen, die nicht sofort ihren Quarantänebescheid bekommen, um Verständnis. Es ist beim besten Willen einfach nicht zu leisten, aber wir garantieren, dass alle – wenn auch nicht zeitnah möglich – ihre Quarantänebescheide und Genesenen-Schreiben bekommen“, so Sozialdezernentin Kirsten Gurske.


Sie erläutert: „Ende der letzten Woche erlebten wir täglich eine Verdreifachung der Infektionszahlen. Auch das vom Bund angepriesene Digitalsystem mit der Nutzung der neuen Software funktioniert nur teildigital, denn eine wichtige Schnittstelle kann in Volllast nicht implementiert werden, ohne dass Datenverluste entstehen. Die Schnittstelle ist uns für nächstes Jahr zugesagt. Deshalb wurde kurzfristig auch der Arbeitsbereich Meldestelle mit zusätzlichem Personal ertüchtigt.“


Impfzentrum vor Wiedereröffnung - enorme logistische und personelle Herausforderung


Das Impfzentrum des Landkreises soll Anfang Dezember in der Fläminghalle Luckenwalde wieder an den Start gehen. Der Termin ist abhängig von der Bereitstellung der angeforderten Impfdosen und einem erfolgreichen technischen Probelauf. Dazu laufen alle Vorbereitungen auf Hochtouren. Aus jetziger Sicht wird es dort drei Impfstellen geben, die sowohl mit als auch ohne Termin betrieben werden. „Wir danken der Stadt Luckenwalde, die das Objekt erneut zur Verfügung gestellt hat, und der DRK-Flüchtlingshilfe, die uns in bewährter Weise wieder beim Betrieb unterstützt“, so Ive Marschall. Die finanziellen Anforderungen für den Betrieb werden durch das Land übernommen. Ärzte und medizinisches Personal konnten für die Startphase der Impfstraßen zunächst gebunden werden, für einen geplanten Betrieb von zwei Monaten sind aber noch weitere Anstrengungen notwendig, insbesondere, um das medizinische Fachpersonal zu gewinnen.


Landrätin Kornelia Wehlan: „Für den Landkreis ist die Wiederinbetriebnahme des Impfzentrums eine zusätzliche Aufgabe, die eine große logistische und personelle Herausforderung darstellt. Ich danke meinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in der Kreisverwaltung, die in der aktuellen Situation Großartiges leisten.“

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