Information zu Corona in Teltow-Fläming

Gesendet: Freitag, 5. Februar 2021 14:08 An: pressestelle@teltow-flaeming.de Betreff: Presse-Info der Kreisverwaltung TF/Corona-Infektionsgeschehen, KW 5/2021 Sehr geehrte Damen und Herren, hier unsere wöchentliche Presse-Information zum Corona-Infektionsgeschehen im Landkreis Teltow-Fläming. Mit freundlichen Grüßen Heike Lehmann 03371 608-1023 03371 608-9400 heike.lehmann@teltow-flaeming.de https://www.teltow-flaeming.deKreisverwaltung Teltow-Fläming Öffentlichkeitsarbeit Am Nuthefließ 2 14943 Luckenwalde

Rückläufig ist die Zahl der Corona-Neuinfektionen im Landkreis Teltow-Fläming. „Das ist erfreulich, wenn auch nur eine Momentaufnahme. Wenn wir die Pandemie jetzt auf die leichte Schulter nehmen, können die Zahlen binnen kürzester Zeit wieder in die Höhe schnellen, zumal die Mutationen mit einer noch größeren Dynamik rechnen lassen", so Krisenstabsleiterin Dr. Silke Neuling, die deshalb weiterhin zu größter Vorsicht mahnt. Auch im Land Brandenburg sind inzwischen Mutationen des Corona-Virus aufgetreten, aktuell wird ein erheblicher Anstieg verzeichnet. Aus dem Landkreis Teltow-Fläming ist bisher noch kein Fall bekannt. Mit Stand vom 5. Februar 2021 wurden im Landkreis Teltow-Fläming bisher 4282 Menschen positiv auf das Corona-Virus getestet, 263 gelten aktuell als infiziert. Die Zahl der Todesfälle, die im Zusammenhang mit Corona aufgetreten sind, hat sich auf insgesamt 123 erhöht. Die 7-Tage-Inzidenz beträgt aktuell 71,2.

Situation in Gemeinschaftseinrichtungen/Testmöglichkeiten

Aktuell gibt es 6 bestätigte COVID-19-Fälle in vier Kindereinrichtungen im Landkreis. Betroffen sind ein Hort und drei Kitas. „Derzeit arbeitet das Land Brandenburg daran, regelmäßige Testungen für Beschäftigte von geöffneten Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe zu ermöglichen. Geplant ist, dass jeweils zwei Antigen-Tests innerhalb von 7 Tagen auf freiwilliger Basis möglich sind“, berichtet Landrätin Kornelia Wehlan. „Das ist eine gute Nachricht, die zur Erhöhung der Sicherheit für die Beschäftigten beiträgt. Sie machen einen harten Job und fordern zu Recht besseren Schutz ein. Deshalb hoffe ich, dass das Land diese Pläne zügig umsetzt.“

Je ein positives Testergebnis wurde aus zwei Einrichtungen des Asylwesens bekannt. In drei Wohnstätten für Behinderte gibt es derzeit vier infizierte Personen. Eine Tagespflegeeinrichtung verzeichnet drei Infektionen. Positive Testergebnisse sind aktuell aus drei Senioren- und Pflegeeinrichtungen im Landkreis bekannt.

Impfungen

Der Krisenstab des Landkreises hat keine Informationen darüber, ob und wann wieder Termine für das neu eröffnete Impfzentrum in Luckenwalde vergeben werden. Nach wie vor mangelt es an Impfstoff.

Unabhängig davon fragen bereits jetztviele Bürger*innen nach der Zulassung weiterer Präparate und ob man sich dann einen Impfstoff aussuchen könne. Krisenstabsleiterin Dr. Silke Neuling: „Das kann man leider nicht. Das Land gibt vor, welche Impfstoffe in welcher Menge für welche berechtigten Personengruppen zur Verfügung gestellt werden. Auch wenn wir noch weitere zugelassene Präparate erhalten und dann Impfstoff in ausreichender Menge da ist, wird stets der Impfarzt die passende Auswahl treffen."

Landrätin Kornelia Wehlan dankt in diesem Zusammenhang den Kommunen, die bereits jetzt nach dezentralen Lösungen zur Fortführung der Impfaktion suchen. „Wenn allen Menschen bis Ende des Sommers ein Impfangebot gemacht werden soll, müssten wir an jedem Tag der Woche rund um die Uhr impfen, um alle zu versorgen. Das wird das Impfzentrum allein nicht leisten können. Deshalb ist es wichtig, dass wir uns schon jetzt auf den Zeitpunkt vorbereiten, an dem es genug Impfstoff geben wird. Leider ist das im Moment noch Zukunftsmusik.“

Fragen zur Statistik

Mit der landeseinheitlichen Synchronisation der verschiedenen Meldesysteme gibt es aktuell Probleme, einzelne Infektionsmeldungen den Städten und Gemeinden im Landkreis korrekt zuzuordnen. Das Programm erkennt bestimmte Ortsteile (noch) nicht. So wird beispielsweise eine Meldung aus Glienick nicht der Stadt Zossen zugeordnet, sondern mit dem Vermerk „Gemeinde unbekannt“ ausgewiesen. Nach Kenntnis des Gesundheitsamtes betrifft das Problem aktuell ca. 55 Meldungen. Das Amt arbeitet an der Nachkorrektur und hofft, dass der Missstand im Verlauf der nächsten Woche ausgeräumt sein wird.

Nicht mehr zur Verfügung stehen ab sofort Zahlen zu jenen Personen, die als genesen gelten. Das liegt an der Anpassung der Meldungen an das System des Robert Koch-Institutes, das jeden Fall pauschal nach einer bestimmten Zeit als genesen führt. Diese Werte kann das Gesundheitsamt nicht gemeindescharf nachvollziehen, weshalb eine exakte Untergliederung der Genesenen nach Stadt oder Gemeinde künftig nicht mehr möglich ist.

Sportstätten

Verwaltungsgerichtlich bestätigt wurde die Auffassung des Landkreises Teltow-Fläming, dass eine Golfanlage als einzelne Sportanlage zu werten ist. Dazu hatte es in der jüngsten Vergangenheit mehrfach Anfragen gegeben, das Thema spielte auch eine Rolle in den Medien. Auch ein Golfplatz ist im Sinne der Eindämmungsverordnung als eine Sportanlage zu sehen. Diese ist zu schließen, jedoch darf darauf ausnahmsweise unter freiem Himmel allein, zu zweit oder mit den Angehörigen des eigenen Haushalts Sport getrieben werden. Das ist im gesamten Land Brandenburg so – und zwar unabhängig von der Größe einer Sportanlage.

Im Übrigen sieht die Eindämmungsverordnung nicht vor, dass durch den Landkreis oder die lokalen Ordnungsämter ein Verbot, eine Erlaubnis oder eine Genehmigung zu erteilen ist. „Wir geben nur Hinweise zur Auslegung. Verantwortlich für die Einhaltung sind Betreiber*innen von Sportanlagen selbst. Bei Verstößen kommt es zu entsprechenden Ordnungswidrigkeitsverfahren“, erklärt die Krisenstabsleitung.

Der Landkreis legt den Begriff "Sportanlage" seit der Ersten SARS-CoV-2-Eindämmungsverordnung unabhängig von der Fläche als eine Sportanlage aus. Dies bestätigte, wie oben bereits ausgeführt, das Verwaltungsgericht Potsdam in der Beschlusssache VG 6 L/82/21 am 3. Februar 2021.

Unterstützung durch Bundeswehr

247 Tests in 7 Pflegeinrichtungen wurden allein am gestrige 4. Februar 2021 von den 12 Bundeswehrangehörigen durchgeführt, die den Landkreis aktuell auf diesem Gebiet unterstützen. Die Soldat*innen waren vergangenen Donnerstag im Kreishaus von Landrätin Kornelia Wehlan und Kreistagsvorsitzendem Danny Eichelbaum begrüßt worden und haben in dieser Woche ihre Arbeit aufgenommen.



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