Eine App für Nachbarschaftshilfe

UPLY-App … das neue Google für Helfer und Hilfesuchende?

Viele Erfolgsstorys fangen ganz klein an. Microsoft ist in einer Garage groß geworden. Steve Jobs hat sein Logo für Apple bei der heimischen Apfelernte entdeckt und AirBnB hat seine ersten Gäste auf Luftmatratzen schlafen lassen.


Vielleicht wird man sich in ferner Zukunft von unserer App mal sagen:


UPLY ist in einem Zossener Elternhaus in Dabendorf im „good old Germany“ groß worden.“


Wir lassen das mal so mit einem Schmunzeln im Raum stehen und stellen uns die Frage, was ist UPLY überhaupt?


UPLY ist eine App. Ein kleines Hilfs-Programm, genauer gesagt eine „Social Networking Software“ die Leute über ihr Handy oder Tablet zusammenbringen soll. OK, davon gibt es bereits hunderte, wie Whats-App, Twitter, Instagramm usw. Also was kann UPLYwas all die anderen Apps der amerikanischen Großkonzerte nicht schon längst können?


UPLY soll die Menschen, die vor einem Problem stehen und dafür Hilfe benötigen mit denen zusammenbringen, die Ihnen dabei helfen können. Und zwar aus der direkten Nachbarschaft, ohne gleich auf professionelle Hilfe zurückzugreifen.


Wie häufig stand man selbst schon vor einer Aufgabe und hat sich Hilfe gewünscht? Nicht jeder hat das Glück und kann auf eine große Familie oder einen großen Freundeskreis zurückgreifen. Dabei wohnt die helfende Hand, oder der gerade so dringend benötigte Experte, vielleicht nur ein paar hundert Meter weit entfernt und wäre auch gern bereit zu helfen.


Genau hier will UPLY ansetzen, nämlich bei der Nachbarschaftshilfe! Viele Leute aus der Umgebung bieten sich als Helfer an und Hilfsbedürftige hätten dann die Möglichkeit über UPLY Hilfsgesuche zu erstellen. Sei es nun um Hilfe zu erhalten bei Einkäufen, bei der Hausarbeit, im Garten, bei der Nachhilfe, beim Babysitting oder wenn mal eine helfende, handwerkliche Hand benötigt wird. Ob nun kostenlos oder für ein kleines Taschengeld, das sollten Helfer und Hilfesuchende unter sich entscheiden.


Und dafür gibt es viele Beispiele. Schauen wir uns mal Dabendorf den Ortsteil von Zossen an. Durch die Bahn getrennt, gibt es auf der einen Seite Geschäfte und auf der anderen Seite gar nichts. Wer auf der falschen Seite wohnt und nicht mobil ist, muss - wenn er Pech hat - viele Kilometer mit seinen Einkaufstüten zurücklegen. Von Getränkekisten und Flaschen schon mal ganz abgesehen. Wie schön wäre es da, wenn man in einer App ein Hilfsgesuch aufsetzen könnte: „Wer nimmt mich zum Einkaufen mit?“ oder wenn man in einer solchen App Menschen aus der Nachbarschaft findet, die man direkt anschreiben und fragen könnte.


Und das ist jetzt mit UPLY möglich!


Du möchtest einen Spieleabend veranstalten und suchst noch Mitspieler aus der Nachbarschaft? Du bist mit deiner jungen Familie gerade nach Zossen gezogen und suchst noch Muttis aus der näheren Umgebung? Die Hecke muss dringend geschnitten werden, aber nicht mehr mit deinem kaputten Rücken und du brauchst dringend Hilfe. Der Wasserhahn tropft nun schon seit Wochen, vielleicht kann jemand beim Abdichten helfen? Wer kann mich beim Wechseln der Winterräder unterstützen? Hat jemand Babykleidung abzugeben, die er nicht mehr gebrauchen kann?

Wir könnten hier noch Stunden so weiter machen. Die Kreativität von UPLY liegt in den Händen der Nutzer, den Helfern und Hilfesuchenden und ist schier unendlich!


UPLY hat das Licht der Welt am 01.03.2021 erblickt. Die Idee dazu ist aber schon viel früher geboren worden. Als im März des Jahres 2020 der erste Corona-Lockdown einsetzte und sich unsere Eltern und Großeltern aus Furcht vor Ansteckung nicht mehr trauten einkaufen zu gehen, stellten wir uns die Frage: Was machen eigentlich ältere Mitmenschen, die niemanden in ihrer näheren Umgebung haben, bzw. keinen kennen der ihnen helfen könnte? Da kam bei uns die Idee, eine Social Networking App zu entwickeln die genau dort ansetzt, nämlich bei der Nachbarschaftshilfe.


So eine App lässt sich aber nicht von heute auf morgen entwickeln. Es hat fast ein ganzes Jahr gebraucht diese App zu programmieren. Viele Recherchen, viele Designstudien, viele mathematische Algorithmen mussten entwickelt und wieder verworfen und neu angepasst werden, bis unser Baby das Licht der Welt erblicken konnte.


Und wer ist der Vater unseres Babys?


Philipp Badenhoop, Student an der TU München im Masterstudium für Informatik.


Philipp ist 2001 mit seinen Eltern und seinen beiden Geschwistern von Berlin nach Dabendorf gezogen. Er hat in Rangsdorf sein Abitur gemacht und hat sich dort schon sehr früh für Informatik interessiert. Eine seiner weiteren Vorlieben ist das Klavierspiel. An der Musikschule in Wünsdorf wurde er zehn Jahre von Herrn Keisuke Yamaguchi in klassischem Klavierspiel ausgebildet und hat auch am Gymnasium in Rangsdorf an vielen musikalischen Projekten mitgewirkt. Philipp hat sein Bachelorstudium in Informatik an der Humboldt-Universität abgeschlossen und im Anschluss ein Stipendium an der Deutschen Studienstiftung erworben. Seit 2019 ist er Absolvent an der TU München. Mit Beginn der Coronakrise musste auch er seinen Hörsaalplatz mit dem heimischen Schreibtisch eintauschen und auf die Online-Vorlesung wechseln. Wieder angekommen im Dabendorfer Elternhaus blieb ihm neben den Online-Vorlesungen noch ausreichend Zeit, sich auf UPLY zu konzentrieren.


Wer so viel Zeit und Energie für solch ein Projekt investiert, der muss einfach auch ein bisschen größer denken. Denn UPLYfunktioniert nicht nur in Zossen. UPLY kann überall auf der Welt funktionieren! Das ist auch der Grund, warum der Name der App international gewählt wurde, um auch und gerade im englischsprachigen Raum weltweit verstanden zu werden. Eine englischsprachige Version existiert ebenfalls schon.


Das „U“ in UPLY steht für „YOU“ und der gesamte Name ist in der englischen Sprache an das Synonym „supply“ angelehnt, was im Deutschen mit „Liefern“ übersetzt wird.


Philipp entwickelt die App ständig weiter, soweit ihm sein Studium dies zulässt. Mittlerweile hat er schon zwei Updates veröffentlicht.


UPLY besitzt einen eigenen Messenger, wie wir ihn von Whats-App kennen, damit sich Helfer und Hilfesuchende schnell austauschen können. Jeder Nutzer hat die Möglichkeit, sich in seinem Profil als Helfer mit seinen individuellen Fähigkeiten und Fertigkeiten vorzustellen. Der eigene Standort kann in der Karte manuell verschoben werden, um seine Privatsphäre zu schützen. Hilfesuchende können eine Hilfsanfrage veröffentlichen. Helfer und Hilfesuchende können sich über eine MAP (Karte) oder über eine Listenansicht von 40 Kilometer Radius finden. Ein Bewertungssystem schützt vor Nutzern mit betrügerischen Absichten.


Zum heutigen Stand (21.03.2021) haben wir schon weit über 200 Nutzer, größtenteils im Raum Zossen und Umgebung. Und es werden immer mehr. Und davon lebt die App! Denn je mehr Leute mitmachen, desto häufiger können Hilfesuchende ihren passenden Helfer finden.


UPLY ist im Übrigen kostenlos. Es wird lediglich ab und zu mal Werbung eingeblendet, mit deren Einnahmen die Kosten für die Datenbankzugriffe gedeckt werden. Unterm Strich zahlen wir zurzeit drauf, aber das ist die Sache wert.


Das ganze Projekt ist für uns ein großes Abenteuer. Ob daraus mal was Größeres entstehen wird, bleibt abzuwarten. Zurzeit befinden wir uns in Gründerlaune. Philipp wird von seiner Familie und in Sachen Marketing von seiner Schwester Isabell und von seinem Schwager in spe, Tobias Kranich unterstützt.


Wir würden uns freuen, wenn UPLY neugierig gemacht hat und wir weitere Nutzer in unserer UPLY-Gemeinde in Zossen begrüßen dürfen.


Auf unserer Internetseite kann man sich einen ersten Eindruck von UPLY verschaffen und findet die Links zu den Android- und IOS-Versionen:


https://uply-app.com/de


Das UPLY-Team, 21.03.2021

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