Das Flyer-Ei von Plan B – eine Geschichte in 3 Akten: Akt 1

Aktualisiert: Aug 13


Einige Leser*innen meiner Kolumne haben beklagt, dass sie zu lang sei und so das Lesevergnügen beeinträchtige. Immer bemüht gefällig zu sein, habe ich meine Kolumne von gestern in ein Spiel in 3 Akten zerlegt. Ich hoffe, die Informationen werden so besser verdaulich.


Lohnt es sich wirklich, etwas über die kurzen Texte auf dem Flyer von Plan B zu schreiben oder sollten sie eher mit einem Schulterzucken als Ulk ignoriert werden?


Abgesehen von der plötzlichen Inflation von Berufsabschlüssen im Finanzbereich bei Vertretern von Plan B und AfD, über die ich bereits in meiner ersten Kolumne gespöttelt habe, und den nun inzwischen schon langweiligen Fehlgriffen der ehemaligen Bürgermeisterin in Ton und Ausdruck, was bleibt eigentlich über den Flyer von Plan B zu sagen, außer, dass er grün ist?

Zwei Dinge:

1. Die Herren mit ihrer vereinzelten Dame verstehen noch immer nicht, dass die Verantwortung für die gegenwärtigen finanziellen Probleme, für die wir Bürger*innen Zossens nun alle zur Kasse gebeten werden, bei ihnen liegt. Diese Probleme sind von ihnen in der letzten Wahlperiode verursacht worden. Sie sind nicht seit Dezember 2019 durch Frau Schwarzweller und die Abgeordneten entstanden, die wie sie die Stadt aus dieser misslichen Lage hinausführen wollen.

2. Mehrere der Herren eifern dem berühmten Baron Münchhausen nach, vermögen es aber bei weitem nicht, diesen an Witz und Eleganz zu übertreffen.


Ex-Bürgermeisterin wurde von 'ihren' Abgeordneten nicht ausreichend kontrolliert


Die auf dem Flyer abgebildeten Herren sind für diese unerfreuliche Situation verantwortlich, weil sie ihre Wespenkönigin unkontrolliert haben gewähren lassen und ihr nicht in die Parade gefahren sind;

die vereinzelte Dame trägt dafür die Verantwortung, weil sie

– Jahr für Jahr Grundstücke der Stadt in erheblichem Umfang unter Ausschluss der SVV veräußert hat;

– Investitionen vernachlässigt hat;

– Rücklagen, d. h. die Ersparnisse der Stadt, sträflich verschleudert hat;

– den Gewerbesteuerhebesatz zu lange bei 200% belassen hat (spätestens seit 2018 führt deshalb jeder Euro Gewerbesteuereinnahme zu Zahlungsverpflichtungen an den Kreis und das Land von mehr als einem Euro und damit zu Verlusten für das Stadtsäckel);

– kaum produktive Unternehmen, sondern in der Hauptsache Briefkastenfirmen in Zossen angesiedelt hat;

und

– keine demokratische politische Kultur in Zossen zugelassen hat, die es ermöglicht hätte, den fehlerhaften Kurs bei Zeiten zu erkennen und zu korrigieren.


Kämmerin warnte bereits 2018

Zossens Kämmerin, Frau Hollstein, hat bereits am 16. Februar 2018 in einem Artikel für die MAZ geschrieben, dass die finanzielle Lage Zossens bedenklich sei, die Rücklagen fast aufgebraucht seien und die Zahlungen an Land und Landkreis weit über den Gewerbesteuereinnahmen lägen. Da Frau Schreiber dieser Aussage in diesem Artikel zugestimmt hat, wusste also auch sie, wie es um die Finanzen der Stadt bestellt war. Geändert hat sie jedoch nichts. Vergessen hat sie diese Situationsbeschreibung offenkundig auch.


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