Bunkertour - Ein Dankeschön für Corona-Helfer


Am vergangenen 01.08.2020 war es soweit, wir hatten als kleines Dankeschön für die vielen Corona-Helfer eine geführte Bunkertour angeboten und das Interesse war auch vorhanden. 21 Interessent. Das tat aber dem Interesse keinen Abbruch. Schließlich ging es darum, nach den vielen gemeinsamen Aktionen gegen den Virus nun durch gemeinsame Freizeitgestaltung auch noch fester zusammen zu wachsen. Und nebenbei konnte sich jeder, auch auf einem wichtigen Teil Zossener und Deutscher Geschichte vertraut machen.  


Das Wetter war hervorragend und die Laune gut, es konnte losgehen. Zur Führung gehörte zum einen der Bunkerkomplex Maybach I, in dem von 1939 bis 1945 das Oberkomando des Heeres den 2. Weltkrieg steuerte. Ich bedanke mich bei meinen neugierigen und geduldigen Zuhörern, die tapfer meinen teils ausschweifenden Ausführungen folgten.

Der Höhepunkt war dann sicher der Einstieg in den Nachrichtenbunker Zeppelin, in dem wir bis auf 18 Meter in die Tiefe folgten und auch dessen Geschichte hinterließ einen unvergesslichen Eindruck.


Aber auch die Geschichte der Teile der Roten Armee, die bis zu ihrem Abzug 1994 in den Bunkeranlagen und dem Gebiet der "verbotenen Stadt" arbeiteten und lebten, wurde bei meinen Ausführungen nicht vergessen.

Als wir nach etwas über 2 Stunden wieder am Ausgangspunkt ankamen, war der Erste bereits infiziert mit dem Virus "Geschiche" und interessierte sich für eine große Führung in der auch die sowjetischen Bunkeranlagen besichtigt werden können.


Wir waren uns alle einig: das Wissen um die Geschichte, um Ursache und Wirkung historischer Vorgänge ist wichtig, um sich für eine bessere und friedliche Zukunft einsetzen zu können. Und vielleicht haben einige nach Lesen des Beitrages nun doch noch mehr Interesse bekommen, die Geschichte ihrer Heimatregion kennen zu lernen.

Jörg Donath

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