Besuch der Senior*innenprojektgruppe "Kultur und Mobilität" in Lindenbrück, Funkenmühle und Zesch

Aktualisiert: Sept 4

Heute, am 31. August, war unsere Projektgruppe im Forsthaus Zesch zu Besuch. Der Ortsvorsteher Uwe Voltz hatte unsere Einladungen in den Ortsschaukästen ausgehängt. Aufgrund der geringen Beteiligung in Wünsdorf hatten wir uns entschlossen kurzfristig trotz des schlechten Wetters in allen drei Ortsteilen noch einmal Einladungen in alle Briefkästen der ständigen Einwohner*innen der drei Orte zu werfen. Trotz der berechtigten Kritik an unserer späten Aktion waren wir froh sie triefendnass durchgeführt zu haben. Unsere Gäste bestätigten, dass doch sehr wenige Einwohner*innen solche Zettel in den Schaukästen lesen.


Die von Christiane Witt und Ute Reglin gebackenen Kuchen schmeckten allen sehr gut. Auch die Musik, die Lutz Jurziczek mitgebracht hatte, gefiel. Dennoch war die Stimmung am Anfang etwas reserviert und die Gespräche etwas schleppend. Allmählich tauten unsere Besucher*innen jedoch auf und berichteten über ihre Probleme und Wünsche.

Im Unterschied zu den Ortsteilen, die wir bisher besucht hatten, drehte sich ein Großteil der Gespräche um die mangelnden Transportmöglichkeiten, die den älteren Menschen dort zur Verfügung stehen. Vor allem an den Wochenenden und in den Ferienzeiten könnten sie nur in andere Teile Zossens gelangen, wenn Familienmitglieder oder Nachbarn eine Mitfahrgelegenheit anbieten. Wir erzählten von unserer Absicht mit dem Bürgermeister Trebbins über dessen Lösung dieses Problems in seinem Ort beraten zu wollen. Bürgermeisterin Schwarzweller ermunterte die Anwesenden zu erfragen, wie viele Einwohner*innen denn ein Interesse an der Einrichtung z. B. eines Rufbusses hätten. Herr Meier, der bereits Fahrten in den drei Orten anbietet, zeigte sich an einem solchen weiteren Angebot für die Einwohner*innen interessiert. Wir vereinbarten ein weiteres Gespräch im Oktober.


Ein zweites großes Problem unserer Gäste war der Müll, den Badegäste und Urlauber vor allem in den Sommermonaten zuhauf hinterließen. Wir sprachen über unsere Müllaktion, die wir über die Coronahilfe Zossen im Juni organisiert hatten und an der sich auch einige der Besucher*innen unseres Projektnachmittags beteiligt hatten. Bürgermeisterin Schwarzweller bot als einen Beitrag der Stadtverwaltung die Aufstellung von großen Müllcontainern zum Deponieren der gelben Müllsäcke an.

Wie in anderen Ortsteilen waren kaputte Bürgersteige und fehlende Fahrradwege weitere Themen, die die älteren Einwohner*innen belasteten. Ein Sonnenstrahl erschien, als ein kleines Mädchen namens Flora plötzlich mit einer wunderschönen großen Sonnenblume erschien, die sie der Bürgermeisterin schenken wollte.


Ein neues Gesprächsthema ergab sich anschließend zum Wettbewerbsaufruf des Vereins i. G. Demokratie und Menschlichkeit, von dem unsere Gäste leider noch nichts gehört hatten. Nach einigen Erläuterungen zu den Möglichkeiten, über diesen Wettbewerb, finanziert über das Bundesprogramm "Demokratie leben" durch die Partnerschaft für Demokratie des Landkreises Teltow-Fläming, Vereine, Initiativen und Einwohner*innen Zossens und aller Ortsteile bei bereits geplanten und weiteren Projektideen finanziell und vielleicht auch organisatorisch zu unterstützen, entschieden sich die anwesenden Mitglieder des lokalen Vereins, in ihrer nächsten Vorstandssitzung über eine Beteiligung ihrer Orte zu beraten.


Alles in allem also ein schöner Nachmittag! Unser Dank gilt auch noch einmal der Oberförsterei Zesch am See, die uns ihre schönen Räumlichkeiten dafür zur Verfügung gestellt haben. Am Mittwoch ziehen wir nach Nunsdorf, wo nach Kaffee, Kuchen und Musik am Abend auch die erste Kommissionssitzung zum Wettbewerb "Für ein l(i)lebenswertes Zossen" im Rahmen des Bundesprogramms "Demokratie leben" stattfinden wird. Vielen Dank an Nunsdorf für die Gastfreundschaft!

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