Besuch der Senior*innenprojektgruppe "Kultur und Mobilität im Wohnumfeld" in Wünsdorf

Am 28. August 2020 waren wir in Wünsdorf. Wie jedes Mal bisher haben die fleißigen Gruppenmitglieder leckere Kuchen gebacken, Kaffee gekocht, Unterhaltungsmusik als entspannende Untermalung der Gespräche und sich selbst für den Austausch über Probleme und Bedürfnisse älterer Menschen im Quartier zur Verfügung gestellt. Im Unterschied zu den Veranstaltungen in Horstfelde, Schöneiche und Nächst Neuendorf sind jedoch unsere Angebote an die Damen und Herren des Vorstandes der Volkssolidarität leider nur mit geringem Interesse aufgenommen worden.

Das einzige Problem, das stärkeres Engagement im Gespräch und intensivere Emotionen auslöste, betraf das Fehlen eines Raumes für die Vereinsarbeit. Aber hier gab es widersprüchliche Informationen. Dem einem Projektmitglied wurde mitgeteilt, man sei schon froh, wenn man sich mit einem anderen Verein mehrmals pro Monat einen Raum teilen könnte. Mir gegenüber wurde mit großem Nachdruck kundgetan, dass so etwas ja keine Lösung sei. Vielmehr müsse man auf einem Raum für den Verein in alleiniger Verfügung bestehen, um es den Senior*innen heimelig machen zu können und die Unterlagen des Vereins verlässlich aufbewahren zu können. Mit der Bürgermeisterin verständigten sich die Mitglieder des Vorstandes der Wünsdorfer Volkssolidarität letztendlich doch auf machbare Ziele, den gewünschten Raum betreffend – gemeinsame Suche mit dem Ortsvorsteher Rolf von Lützow und der Bürgermeisterin nach Lösungsmöglichkeiten in Bürgerhaus in Kooperation mit anderen Nutzer*innen desselben.

Eine nettere Dame vom Vorstand erzählte über ihre persönlichen Sorgen im Bereich von Mobilität im Wohnumfeld. Sie beklagte den Mangel an altersgerechtem Wohnraum für behinderte Menschen. Das rief Erinnerungen an Frau Thiekes Berichte zu den Nöten behinderter Senior*innen in Schöneiche wach. Zu wenig sei seit Jahren für diese Einwohner*innen in Zossen und Ortsteilen getan worden. Meine Gesprächspartnerin aus Wünsdorf hatte eine interessante Idee: die Männer in der Volkssolidarität hätten kaum Betätigungsfelder, würden aber sicher gern handwerklich tätig werden. Wie wäre es, wenn sie sich an der Reparatur und dem behindertengerechten Umbau von Gehwegen beteiligen würden?! Wir nehmen diese Frage mit in die Ausschüsse der Stadtverordneten und markieren sie sichtbar in unseren Berichten an Fapiq und Bürgermeisterin Schwarzweller. Ansonsten hoffen wir, dass auch diesmal unsere fantastischen Kuchen allen gemundet haben! Vielen lieben Dank an die unermüdlichen Bäckerinnen!!! 


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