Besuch der Senior*innenprojektgruppe "Kultur und Mobilität im Wohnumfeld" in Nächst Neuendorf

Aktualisiert: vor 5 Tagen

Am 24. August 2020 war die Senior*innenprojektgruppe "Kultur und Mobilität im Wohnumfeld" im Ortsteil Nächst Neuendorf zu Gesprächen mit Senior*innen und anderen interessierten Bürger*innen bei Kaffee und Kuchen. Andreas Kaiser gab ein wunderschönes Livekonzert mit Volks- und Kunstliedern.

Bürgermeisterin Wiebke Schwarzweller, die sich für diese Treffen mit Zossener Bürger*innen jedes Mal mehrere Stunden Zeit nimmt, kam kurz vor 16 Uhr, verbrachte mit unseren Besucher*innen eine angeregte Zeit und beantwortete jede ihrer Fragen im direkten, persönlichen Kontakt. Ute Reglin, Ilona Schmitt und Ingrid Jurziczek kümmerten sich zusammen mit Manuela Ernst vom Nächst Neuendorfer Frauenverein und Robert Schulz vom Verein "Vereinen" um das leibliche Wohl aller Gäste. Lutz Jurziczek erfreute uns mit schöner Unterhaltungsmusik im Hintergrund. 

Wie schon bei den Veranstaltungen in Horstfelde und Schöneiche gab es viel Stoff für Gespräche, an denen Sylvia und Uwe Malten, Pflegeberater und Mitglieder unserer Projektgruppe, Robert Schulz und ich teilnahmen. Ich traf zu meiner großen Überraschung und Freude auf ein Ehepaar, mit dem ich als junges Mädchen an der TU Dresden Mathematik studiert habe. Das gab diesem Nachmittag für mich einen besonderen Glanz.


Die Wünsche und Forderungen in den Bereichen Kultur und Mobilität, um die sich unser Senior*innenprojekt dreht, waren erneut vielfältig. Sie ähnelten zum Teil den Dingen, die wir schon in Schöneiche erfahren hatten. Im Bereich der Senior*innenmobilität drehten sie sich vor allem um Probleme des Straßenverkehrs (30 kmh für Straßenabschnitte, die stark von älteren Menschen benutzt werden; Fußgängerübergänge für Kinder und Senior*innen; erhöhte Unfallgefahr an der Bahnschranke; fehlende Fahrradwege; zu viele und unpassend aufgestellte, an manchen Stellen aber auch fehlende Verkehrsschilder) und der oft vernachlässigten, streckenweise unpassierbaren und von Pflanzen und Baumwuchs überwucherten und holprig gemachten Bürgersteige. Der Tenor war überwiegend: die Stadt Zossen hat sich viele Jahre um diese Bedürfnisse des täglichen Bedarfs nicht gekümmert, zu lange eigentlich. Klagen beim Verkehrsamt, die einige dieser Probleme mit unbürokratischen Regelungen lösen sollten, wurden von diesem zumeist in Schildbürgerart zurückgewiesen. Mein Vorschlag, diese Probleme im Bauausschuss vorzutragen, wurde müde belächelt. Der Ausschussvorsitzende sei wenig an der Lösung von Bürgerproblemen interessiert. Wir werden also überlegen, ob wir im Rahmen unseres Senior*innpenprojekts ein Bürgerforum organisieren können.

Weitere Themen im Bereich von Mobilität waren Einkaufsmöglichkeiten zu Waren des täglichen Bedarfs in Nächst Neuendorf jenseits der Bahnschranke, eine im Gespräch befindliche Umgehungsstraße in Richtung Dabendorf und die gesperrte Brücke am Nottekanal.


Positive Reaktionen kamen zur Frage nach der Einrichtung eines Rufbusses für ältere Menschen. Dazu planen wir in unserer Projektgruppe ein Gespräch mit dem Bürgermeister von Trebbin, der ein ähnliches Projekt erfolgreich in seinem Ort installiert hat. Gefragt nach Wünschen für kulturelle Aktivitäten fanden vor allem eine Wiederholung unserer Veranstaltung und ein Kinosommer im nächsten Jahr sowie die Entwicklung eines Projekts zur Nachbarschaftshilfe über die Generationen hinweg großen Anklang.


Am Freitag 28.08.2020 kommen wir nach Wünsdorf -- wir hoffen Sie dort zu treffen!

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