Anmerkungen zu Müll und Grill

Mein Name ist Ute Donath und ich wohne in Wünsdorf.


Am 17.04.21 gab es eine Müllsammelaktion, organisiert von Ute Reglin, als eine der drei Administratorinnen der Coronahilfe. Ich bedanke mich an dieser Stelle für das Engagement aller Teilnehmer. Wir haben viel, sehr viel Müll gesammelt.


Trotzdem war ich traurig. Zum einen, weil ich den Eindruck habe, dass es immer mehr Müll wird und zum anderen, weil von 20.000 Einwohnern nur ca 100 bereit waren, diesen Dreck zu entfernen.


Ausdrücklich möchte ich hier feststellen, dass kein Jugendlicher und auch kein Bewohner des Erstaufnahmelagers LKW-Autoreifen oder Bauschutt entsorgen wird. Ich glaube auch nicht, dass die genannten Gruppen Kaffeemaschinen oder Insektenschutzvorhänge illegal entsorgen. Das waren Menschen, die mit uns gemeinsam in Zossen und anliegenden Gemeinden wohnen. Es sind Menschen, denen es offenkundig egal ist, ob ihre Kinder zukünftig auf einer Müllhalde leben müssen.


Aber zurück zur Aktion. Frau Reglin hat sich bei allen Teilnehmern bedankt, das finde ich gut. Weniger gut fand ich, dass sie zukünftig mit ehemaligen und aktiven Mitgliedern der AfD gemeinsam grillen möchte und anscheinend voraussetzt, dass alle Teilnehmer an der Müllsammelaktion das auch möchten.


Darum werde ich zukünftig verstärkt alleine losziehen und den Müll privat entsorgen. Denn feiern werde ich nur mit Freunden. Lieber komme ich auf das Angebot von Marcel Koch zurück, der mit seinen Autoanhänger die Säcke eingesammelt hat, als Frau Küchenmeister zu bitten, ihren Autoanhänger zur Verfügung zu stellen. Ich möchte so wenig wie nötig mit der AfD und nachfolgenden Parteien, wie immer sie sich auch nennen mögen, zu tun haben.


Meinen Mitbewohnern möchte ich nochmals sagen: bitte entsorgt den Müll nicht mehr illegal. Denkt bitte an die nachfolgenden Generationen und denkt auch ein wenig an uns. Ich schaue mir lieber Gras, Bäume und Blumen ohne Müll drum herum an.

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